Anstehende Compliance Fristen für Betreiber mit einer Curaçao Glücksspiellizenz

Lizenznehmer der Curaçao Gaming Authority (CGA) müssen bis Oktober 2026 mehrere Fristen zur Einhaltung der Vorschriften einhalten. Betreiber, die gemäß der „Landsverordening op de Kansspelen“ (LOK) lizenziert sind, sollten das Jahr 2026 als Meilenstein für die Einhaltung der Vorschriften betrachten und nicht als routinemäßige Verlängerung.
Überprüfung der AML-Richtlinie
Die Richtlinie zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML) steht derzeit zur Überprüfung an. Da die AML-Rahmenbedingungen je nach Betreiber variieren, ist eine einheitliche Vorlage nicht geeignet; einige Betreiber benötigen lediglich eine gezielte Aktualisierung, andere hingegen eine vollständige Überarbeitung, die den aktuellen Erwartungen der CGA entspricht.
Richtlinie zu Spielerbeschwerden: Die ADR-Anforderung
Die Richtlinie zu Spielerbeschwerden unterliegt einer jährlichen Überprüfung. Die diesjährige Überprüfung beinhaltet eine spezifische Anforderung: Die Richtlinie muss eindeutig auf den Mechanismus der alternativen Streitbeilegung (Alternative Dispute Resolution, ADR) verweisen, der den Spielern zur Verfügung steht. Betreiber, die bereits einen ADR-Anbieter benannt haben, sollten sicherstellen, dass dies im Text der Richtlinie zum Ausdruck kommt; Betreiber, die noch keinen benannt haben, sollten dies als vorrangige Aufgabe behandeln.
Domain-Aktivität
Wenn ein Betreiber plant, eine aktive Domain aus dem CGA-Portal zu entfernen, oder eine Phase der Inaktivität erwartet, sollte dies der CGA im Voraus mitgeteilt werden, einschließlich des Zeitpunkts der Einstellung der Aktivitäten, der voraussichtlichen Dauer und des Zeitpunkts der voraussichtlichen Wiederaufnahme des Betriebs.
Alle Betreiber mit einer CGA-Lizenz müssen sicherstellen, dass die Domain innerhalb von sechs Monaten nach dem Datum der Lizenzerteilung in Betrieb genommen wird. Gemäß dem LOK kann die CGA eine Lizenz widerrufen oder deren Verlängerung verweigern, wenn der Betreiber seine lizenzierten Glücksspielaktivitäten sechs aufeinanderfolgende Kalendermonate lang nicht ausgeübt hat. Es ist daher von größter Bedeutung, dass Betreiber in dieser Situation die CGA proaktiv über den Grund für die Verzögerung informieren, damit dieser geprüft und ein Widerruf vermieden werden kann.
Betriebshandbuch
Alle B2C-Betreiber sind verpflichtet, bis zum 31. August 2026 ein Betriebshandbuch vorzulegen.
Die neue Krypto-Richtlinie: Was sie vorschreibt und bis wann
Die Richtlinien der CGA zur Kryptowährungs-Richtlinie ändern die Art und Weise, wie B2C-Lizenznehmer mit Einzahlungen, Einsätzen, Auszahlungen und der Kassenführung im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten umgehen. Mehrere Einschränkungen traten sofort in Kraft: Betreiber dürfen keine Gelder von sanktionierten Wallets oder Mixern annehmen, keine Wallets verwenden, die mit persönlichen Daten oder dem wirtschaftlich Berechtigten (UBO) verknüpft sind, und dürfen nicht als Börse, Verwahrer oder Anbieter von Dienstleistungen für virtuelle Vermögenswerte (VASP) agieren, außer zur Annahme von Kryptowährungen als Zahlungsmittel für Glücksspiele.
Die Richtlinie unterscheidet zwischen dem, was verboten ist, und dem, was einer genaueren Prüfung bedarf. Fiat-gedeckte Stablecoins sind die von der CGA bevorzugten Vermögenswerte. Privacy-Coins, Meme-Coins und „Wrapped Tokens“ sind nicht gänzlich verboten, erfordern jedoch jeweils eine dokumentierte Risikobewertung; „Wrapped Assets“, deren Deckung nicht überprüft werden kann, sind tabu. Betreiber müssen zudem jeden von ihnen genutzten externen Krypto-Anbieter überprüfen, wie beispielsweise eine Börse, eine Verwahrstelle oder einen Zahlungsabwickler – auch bekannt als Dienstleister für virtuelle Vermögenswerte (VASP). Dieser Anbieter muss reguliert und registriert sein und nachweisen, dass er über angemessene Kontrollen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung verfügt. Pooled Wallets oder unhosted Wallets bleiben nutzbar, sofern die Betreiber die Eigentumsverhältnisse überprüfen und Transaktionen überwachen, um nachzuverfolgen, woher die Gelder stammen und wohin sie fließen.
Die Umsetzung erfolgt nach einem vierteiligen Zeitplan. Bis September 2026 müssen die Betreiber eine konforme Krypto-Richtlinie bei der CGA einreichen. Bis Dezember 2026 müssen die Betreiber Risikobewertungen, die VASP-Sorgfaltsprüfung, Wallet-Kontrollen und Mitarbeiterschulungen abschließen. Bis Juni 2027 müssen die Betreiber die vollständige technische Konformität erreichen, einschließlich Wallet-Trennung, Blockchain-Analysen und prüfungsfähiger Aufzeichnungen.
Richtlinie zum verantwortungsvollen Spielen: Die letzte Phase
Die Richtlinie zum verantwortungsvollen Spielen wird seit 2025 schrittweise eingeführt. Die meisten Anforderungen sind bereits in Kraft, darunter die Einreichung der Richtlinie bei der CGA, Mitarbeiterschulungen und Tools für Spieler wie Selbstausschluss und Einzahlungslimits. In der letzten Phase, die bis September 2026 abgeschlossen sein muss, müssen Betreiber über einen funktionierenden, vom Betreiber initiierten Ausschluss sowie zusätzliche risikobasierte Tools wie Realitätschecks und Zeitlimits verfügen. Die erste regelmäßige Überprüfung wird für September 2027 erwartet.
Allgemeine Geschäftsbedingungen bis zum 8. Oktober
Die CGA verlangt, dass bis zum 8. Oktober 2026 aktualisierte Allgemeine Geschäftsbedingungen eingereicht werden, die die Anfang dieses Jahres veröffentlichten Mindestanforderungen enthalten. Da diese Frist mit einem hohen Dokumentenaufwand verbunden ist, lohnt es sich, frühzeitig mit der Ausarbeitung zu beginnen.
Richtlinie zur Informationssicherheit: Jährliche Überprüfung
Die Richtlinie zur Informationssicherheit unterliegt einer jährlichen Überprüfung. Betreiber, deren aktuellste Fassung im November 2025 in Kraft getreten ist, sollten ihre nächste Überprüfung im November 2026 durchführen.
Fristen einhalten
Jede der oben genannten Fristen ist mit ausreichender Vorlaufzeit zu bewältigen, ohne diese jedoch nicht.
Die EM Group konzentriert sich seit 2005 kontinuierlich auf Unternehmensdienstleistungen im Bereich iGaming und unterstützt Betreiber mit Unternehmens-, Compliance- und Lizenzierungsdienstleistungen von ihren Niederlassungen in Curaçao, Malta und den Niederlanden aus, auf Anfrage auch mit Lizenzierungsunterstützung in anderen wichtigen iGaming-Ländern. Die EM Group verfolgt jede Aktualisierung der CGA-Richtlinien unmittelbar nach deren Veröffentlichung, sodass die Betreiber dies nicht selbst tun müssen.
Das Compliance-Team der EM Group unterstützt Betreiber bei der Ausarbeitung, Überprüfung und Einreichung jeder dieser Richtlinien. Betreiber, die sich nicht sicher sind, welche Fristen für sie gelten, können sich an das Compliance-Team der EM Group wenden, um dies zu klären.
FAQs
Welche Compliance-Fristen gelten 2026 für Lizenznehmer der Curaçao Gaming Authority?
Zu den wichtigsten Fristen gehören das Betriebshandbuch bis zum 31. August 2026, die Krypto-Richtlinie bis September 2026, Responsible-Gaming-Massnahmen bis September 2026 sowie aktualisierte Allgemeine Geschäftsbedingungen bis zum 8. Oktober 2026.
Warum ist die Überprüfung der AML-Richtlinie wichtig?
Die AML-Richtlinie muss den aktuellen Anforderungen der Curaçao Gaming Authority entsprechen und sollte entsprechend dem individuellen Risikoprofil des Betreibers überprüft oder aktualisiert werden.
Welche Änderungen sind an der Spielbeschwerderichtlinie erforderlich?
Betreiber müssen sicherstellen, dass ihre Richtlinie den verfügbaren Mechanismus zur alternativen Streitbeilegung (ADR) für Spieler eindeutig beschreibt.
Was passiert, wenn eine lizenzierte Domain inaktiv bleibt?
Betreiber sollten die Curaçao Gaming Authority vor Beginn einer Inaktivität informieren, da eine längere Nichtnutzung die Lizenzverlängerung gefährden oder zum Entzug der Lizenz führen kann.
Welche Anforderungen stellt die neue Krypto-Richtlinie?
Sie führt Vorgaben für digitale Vermögenswerte, Wallet-Kontrollen, VASP-Prüfungen, Risikobewertungen und die schrittweise technische Umsetzung ein.
Bis wann muss die Krypto-Richtlinie eingereicht werden?
Eine konforme Krypto-Richtlinie muss bis September 2026 bei der Curaçao Gaming Authority eingereicht werden.
Welche Responsible-Gaming-Anforderungen treten 2026 in Kraft?
Betreiber müssen vom Betreiber initiierte Sperren sowie zusätzliche Spielerschutzfunktionen wie Reality Checks und Zeitlimits implementieren.
Bis wann müssen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen aktualisiert werden?
Die aktualisierten Allgemeinen Geschäftsbedingungen müssen vor dem 8. Oktober 2026 bei der Curaçao Gaming Authority eingereicht werden.
Wie oft sollte die Informationssicherheitsrichtlinie überprüft werden?
Sie sollte jährlich überprüft werden. Für viele Betreiber steht die nächste Überprüfung im November 2026 an.
Wie können sich Betreiber auf mehrere Compliance-Fristen vorbereiten?
Durch frühzeitige Planung, rechtzeitige Überprüfung aller Richtlinien und die Zusammenarbeit mit erfahrenen Compliance-Experten lassen sich regulatorische Anforderungen fristgerecht erfüllen.

Ash
Ich halte mich gerne kurz. Ich bin ein Schriftsteller, der auch weiß, wie man seine Zeilen reimt. Ich kann Artikel schreiben, sie redigieren und auch einige poetische Zeilen aus meinem Kopf herausschnitzen. Ausbildung B.A. - Englisch, Delhi University, Indien, Abschluss 2017.












































