EGBA ernennt Pierre Tournier ab September zum Interims Generalsekretär

EGBA appoints Pierre Tournier as interim Secretary General from September

Die European Gaming and Betting Association (EGBA) hat Pierre Tournier mit Wirkung zum 1. September 2026 zum Interims-Generalsekretär ernannt, nachdem Maarten Haijer beschlossen hatte, nach fast zwei Jahrzehnten im Verband zurückzutreten. Der Führungswechsel bedeutet eine bedeutende Veränderung für den in Brüssel ansässigen Branchenverband zu einer Zeit, in der der regulierte Online-Glücksspielmarkt in Europa weiterhin mit sich wandelnden regulatorischen Anforderungen und Bedenken hinsichtlich des illegalen Marktes konfrontiert ist.

Die EGBA gab die Veränderung am 27. August 2026 bekannt. Haijer war seit 2013 als Generalsekretär tätig, nachdem er 2008 als Direktor für Regulierungsangelegenheiten in die Organisation eingetreten war. In dieser Zeit baute die EGBA ihre institutionelle Präsenz in ganz Europa aus und legte dabei einen verstärkten Fokus auf Verbraucherschutz, Regulierungsstandards und die Entwicklung wettbewerbsfähiger, lizenzierter Märkte.

Führungswechsel bei der EGBA

Haijers Ausscheiden markiert das Ende einer langen Führungsära bei der EGBA. Nach Angaben des Verbandes war seine Amtszeit geprägt von einer intensiveren Zusammenarbeit mit EU-Institutionen und nationalen Behörden sowie von kontinuierlichen Bemühungen zur Förderung eines sicheren und nachhaltigen Online-Glücksspielumfelds.

Haijer erklärte: „Es war mir eine Ehre, die EGBA zu leiten und gemeinsam mit unseren Mitgliedern, Kollegen, Partnern, Regulierungsbehörden und politischen Entscheidungsträgern auf das gemeinsame Ziel eines sicheren und nachhaltigen Online-Glücksspielsektors in Europa hinzuarbeiten. Die europäische Branche hat sich während meiner Zeit bei der EGBA fast bis zur Unkenntlichkeit verändert – von wegweisenden Start-ups zu weltweit führenden Anbietern digitaler Unterhaltung mit Lizenzen rund um den Globus.

Wir haben gemeinsam viel erreicht, die Branche vorangebracht und dazu beigetragen, ein Umfeld zu gestalten, das auch für die Spieler weitaus besser funktioniert, auch wenn weiterhin wichtige Herausforderungen bestehen. Ich hinterlasse den Verband in einer starken Position und in sehr fähigen Händen, und ich bin zuversichtlich, dass Pierre und das Team an die Dynamik der letzten Jahre anknüpfen werden. Ich werde in Kürze eine Erklärung zu meiner Zukunft abgeben.“

Die Erklärung spiegelt die umfassende Entwicklung des europäischen Online-Glücksspiels während Haijers Zeit bei der Organisation wider. Der Markt hat sich in vielen Rechtsräumen stärker strukturiert, während Regierungen und Regulierungsbehörden weiterhin größeren Wert auf Lizenzierung, Spielerschutz, Werbestandards und Maßnahmen zur Eindämmung illegaler Glücksspielaktivitäten legen.

Pierre Tournier übernimmt die Interimsfunktion

Pierre Tournier wird am 1. September 2026 offiziell das Amt des Interims-Generalsekretärs antreten. Er kam im November 2025 als Senior Director zur EGBA und verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Lobbyarbeit und Interessenvertretung der Glücksspielbranche in verschiedenen Rechtsräumen.

Vor seinem Eintritt bei der EGBA hatte Tournier leitende Positionen beim Betting and Gaming Council und bei der Remote Gambling Association inne. Zu seinen Aufgaben bei der EGBA gehörten strategische Initiativen unter Einbeziehung nationaler und internationaler Branchenverbände sowie Maßnahmen zur Bekämpfung des Wachstums des illegalen Online-Glücksspielmarktes.

Tournier verfügt zudem über einen juristischen und europapolitischen Hintergrund. Er hat einen LLM in Europarecht vom University College Dublin sowie einen BA und einen MA in Rechtswissenschaften von der Universität Toulouse.

Zu seiner Ernennung sagte Tournier: „Ich möchte Maarten für seine herausragende Arbeit meine Anerkennung aussprechen. Er hinterlässt ein bemerkenswertes Vermächtnis, und sein Name wird immer ein Synonym für die EGBA sein. Es ist nicht leicht, in seine Fußstapfen zu treten, und ich fühle mich zutiefst geehrt durch das Vertrauen, das sowohl er als auch unsere Mitglieder mir entgegengebracht haben.

Ich übernehme diese Aufgabe in einem entscheidenden Moment: Die regulatorische Landschaft in Europa entwickelt sich rasant weiter, und das Wachstum des illegalen Marktes bleibt die größte Bedrohung sowohl für die Spieler als auch für den regulierten Sektor – dessen Bekämpfung wird im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen. Daneben werden wir unsere Mission fortsetzen, hohe Branchenstandards voranzutreiben, bewährte Verfahren in der Regulierung zu fördern und die Debatten anzuführen, die die Zukunft unserer Branche prägen werden.“

Der Schwerpunkt von Tourniers erster Stellungnahme lässt darauf schließen, dass illegales Online-Glücksspiel auch weiterhin ein zentrales Thema in der politischen Arbeit der EGBA bleiben wird. Gleichzeitig deuten seine Äußerungen darauf hin, dass der Verband beabsichtigt, die regulatorische Zusammenarbeit und branchenweite Standards weiter zu fördern, anstatt den Führungswechsel als Bruch mit seiner etablierten politischen Ausrichtung zu betrachten.

Der illegale Markt bleibt ein zentrales Anliegen

Das Thema illegales Glücksspiel ist zunehmend Teil der breiteren regulatorischen Diskussion in Europa geworden. Lizenzierte Anbieter sind verpflichtet, nationale Vorschriften einzuhalten, die Maßnahmen zum verantwortungsvollen Glücksspiel, Identitätsprüfungen, Werbebeschränkungen, Verpflichtungen zur Bekämpfung der Geldwäsche und andere Verbraucherschutzmaßnahmen umfassen können.

Im Gegensatz dazu können nicht lizenzierte Websites außerhalb dieser festgelegten Rahmenbedingungen operieren. Die EGBA hat wiederholt argumentiert, dass eine wirksame Regulierung einen starken Verbraucherschutz gewährleisten und gleichzeitig die Verbraucher dazu ermutigen sollte, autorisierte Dienste zu nutzen. Der Verband hat daher die Marktkanalisierung und die Durchsetzung von Maßnahmen gegen illegale Anbieter zu seinen fortbestehenden Prioritäten gezählt.

Tournier bezeichnet den illegalen Markt als große Bedrohung und rückt das Thema damit in den Mittelpunkt seines vorläufigen Mandats. Dies knüpft auch an seine früheren Aufgaben bei der EGBA an, wo die Bekämpfung des Schwarzmarkts einer seiner strategischen Arbeitsschwerpunkte war.

Das regulatorische Umfeld selbst wird immer komplexer. Die europäischen Länder entwickeln weiterhin ihre eigenen Glücksspielvorschriften, während sich die EU-Institutionen mit übergeordneten Fragen zu digitalen Diensten, Verbraucherschutz, Einhaltung finanzieller Vorschriften und Online-Marktplätzen befassen. Das Ergebnis ist ein politisches Umfeld, in dem Branchenverbände den Dialog über mehrere Regierungsebenen hinweg aufrechterhalten müssen.

EGBA baut Branchenstandards und Engagement aus

Unter der Führung von Haijer verstärkte die EGBA ihr Engagement gegenüber nationalen und europäischen Institutionen und setzte sich weiterhin für regulierte Märkte ein, die auf Lizenzierung und Verbraucherschutz basieren.

Der Verband beschreibt sich selbst als in Brüssel ansässigen Branchenverband, der große Online-Glücksspielanbieter vertritt, die innerhalb der Europäischen Union ansässig, lizenziert und reguliert sind. Er arbeitet mit Regulierungsbehörden, politischen Entscheidungsträgern und anderen Interessengruppen zusammen, mit dem erklärten Ziel, einen gut regulierten Online-Glücksspielmarkt zu fördern, der die Verbraucher schützt.

Die aktuellen Mitgliederdaten der EGBA zeigen, dass ihre Mitglieder insgesamt 401 Online-Glücksspiellizenzen in 22 europäischen Ländern besitzen und etwa 30 % des Bruttospielertrags des europäischen Online-Glücksspiels ausmachen. Diese Zahlen unterstreichen die Rolle des Verbandes als bedeutende Vertretung innerhalb des regulierten europäischen Sektors.

Neben dem politischen Engagement hat die EGBA Branchenstandards entwickelt, die Bereiche wie verantwortungsvolle Werbung, Geldwäschebekämpfung und Spielerschutz abdecken. Der Verband war zudem an der Einrichtung von Initiativen beteiligt, die die Zusammenarbeit zwischen Anbietern und anderen Interessengruppen fördern sollen.

Sichereres Glücksspiel bleibt Teil der Agenda der EGBA

Der Spielerschutz ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Arbeit der EGBA. Der Verband organisiert die „European Safer Gambling Week“, eine jährliche Initiative, die darauf abzielt, das Bewusstsein für sichereres Glücksspiel zu schärfen und die Zusammenarbeit zwischen Branchenakteuren, Regulierungsbehörden, Hilfsorganisationen und anderen Interessengruppen zu fördern.

Die Ausgabe 2026 ist für den 16. bis 22. November geplant. Die Initiative hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen, wobei die EGBA von einer steigenden Beteiligung von Organisationen aus ganz Europa berichtet.

Die EGBA hat zudem die Entwicklung gemeinsamer Ansätze zum Spielerschutz unterstützt. Ihre Arbeit im Bereich der Branchenstandards spiegelt einen breiteren Trend in der europäischen Glücksspielregulierung wider, bei dem Regierungen und Branchenakteure eine größere Einheitlichkeit bei den Praktiken des verantwortungsvollen Glücksspiels anstreben.

Diese Arbeit dürfte unter Tournier weiterhin relevant bleiben, zumal die Regulierungsbehörden weiterhin prüfen, wie Online-Glücksspielprodukte in einem wettbewerbsorientierten Umfeld angeboten werden können, während gleichzeitig angemessene Schutzmaßnahmen für die Verbraucher gewahrt bleiben.

Was der Wechsel für die EGBA bedeutet

Die Ernennung eines Interims-Generalsekretärs sorgt für Kontinuität, während die EGBA in ihre nächste Führungsphase übergeht. Tournier bekleidet bereits eine leitende Position innerhalb des Verbandes und ist seit seinem Eintritt Ende 2025 in Schlüsselbereichen der Arbeit der EGBA tätig.

Diese interne Erfahrung könnte dazu beitragen, bestehende Beziehungen zu Regulierungsbehörden, politischen Entscheidungsträgern und Branchenakteuren während der Übergangsphase aufrechtzuerhalten. Zudem bedeutet dies, dass die unmittelbaren Prioritäten des Verbandes wahrscheinlich weitgehend unverändert bleiben werden, insbesondere in Bereichen wie Spielerschutz, Dialog mit den Regulierungsbehörden, Branchenstandards und Maßnahmen gegen illegales Glücksspiel.

Für Haijer schließt dieser Abschied nach fast 18 Jahren bei der EGBA ein langes Kapitel ab. Seine Amtszeit fiel mit bedeutenden Veränderungen in der Struktur und im Umfang des europäischen Online-Glücksspiels zusammen, darunter die Ausweitung der Lizenzmodelle und eine zunehmende behördliche Kontrolle.

Fazit

Der Führungswechsel bei der EGBA erfolgt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die europäische Online-Glücksspielbranche. Maarten Haijer verlässt den Verband nach fast zwei Jahrzehnten, davon 13 Jahre als Generalsekretär, während Pierre Tournier mit mehr als 15 Jahren Branchenerfahrung und direkter Kenntnis der politischen Agenda der EGBA die interimistische Leitung übernimmt.

Der Wechsel scheint keine grundlegende Neuausrichtung des Verbandes zu signalisieren. Vielmehr deutet die Ernennung von Tournier auf Kontinuität hin, verbunden mit einer starken Fokussierung auf die Themen, die die regulatorische Debatte in ganz Europa prägen.

Der illegale Markt, der Spielerschutz und die Qualität der nationalen Regulierungsrahmen dürften weiterhin im Mittelpunkt der Arbeit der EGBA stehen. Da die europäischen Rechtsordnungen ihre Glücksspielgesetze weiter verfeinern und die politischen Entscheidungsträger prüfen, wie Verbraucherschutz und nachhaltig regulierte Märkte am besten in Einklang gebracht werden können, wird die Rolle des Verbandes in dieser Debatte wahrscheinlich weiterhin aufmerksam verfolgt werden.

Für die EGBA wird die unmittelbare Aufgabe darin bestehen, die während Haijers Amtszeit aufgebauten institutionellen Beziehungen und die politische Dynamik zu bewahren und gleichzeitig auf ein sich ständig weiterentwickelndes regulatorisches Umfeld zu reagieren. Tourniers Ernennung zum Interims-Generalsekretär stellt daher sowohl einen Führungswechsel als auch einen wichtigen Test dar, wie effektiv der Verband Kontinuität wahren und gleichzeitig die nächste Phase des regulierten europäischen Online-Glücksspielmarktes bewältigen kann.

Häufig gestellte Fragen

Wer wurde zum Interims-Generalsekretär der EGBA ernannt?
Pierre Tournier wurde mit Wirkung zum 1. September 2026 zum Interims-Generalsekretär der European Gaming and Betting Association ernannt.

Warum verlässt Maarten Haijer die EGBA?
Maarten Haijer tritt nach fast zwei Jahrzehnten bei der EGBA von seinem Amt als Generalsekretär zurück. Der Verband hat nicht angedeutet, dass sein Ausscheiden mit einem regulatorischen Streit oder einer Disziplinarangelegenheit zusammenhängt.

Wann trat Maarten Haijer der EGBA bei?
Haijer trat 2008 als Direktor für Regulierungsangelegenheiten in die EGBA ein und wurde 2013 zum Generalsekretär ernannt.

Wie lange ist Pierre Tournier bereits in der Glücksspielbranche tätig?
Pierre Tournier verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Lobbyarbeit und Interessenvertretung in der Glücksspielbranche in verschiedenen Rechtsräumen.

Wann trat Pierre Tournier der EGBA bei?
Tournier trat im November 2025 als Senior Director der EGBA bei.

Was hat Pierre Tournier vor seinem Eintritt bei der EGBA gemacht?
Vor seinem Eintritt bei der EGBA hatte Tournier leitende Positionen beim Betting and Gaming Council und bei der Remote Gambling Association inne.

Was ist die EGBA?
Die EGBA ist ein in Brüssel ansässiger Branchenverband, der führende Online-Glücksspielanbieter vertritt, die innerhalb der Europäischen Union gegründet, lizenziert und reguliert sind.

Was sind die Haupttätigkeitsbereiche der EGBA?
Die EGBA konzentriert sich auf den Dialog mit den Regulierungsbehörden, Branchenstandards, Spielerschutz, verantwortungsvolle Werbung, Geldwäschebekämpfung und Maßnahmen gegen illegales Online-Glücksspiel.

Wie viele Lizenzen besitzen die EGBA-Mitglieder?
Nach Angaben der EGBA verfügen ihre Mitglieder insgesamt über 401 Online-Glücksspiellizenzen in 22 europäischen Ländern.

Wann findet die „European Safer Gambling Week 2026“ statt?
Die „European Safer Gambling Week 2026“ soll vom 16. bis 22. November 2026 stattfinden.

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Ich bin ein professioneller Autor mit 8 Jahren Erfahrung in diesem Bereich und kann Ihnen die besten Inhalte liefern, die Sie finden können. Ausbildung B.A. - Englisch, George Washington University, Vereinigte Staaten, Abschluss 2011.