{"id":89549,"date":"2025-07-24T09:15:11","date_gmt":"2025-07-24T07:15:11","guid":{"rendered":"https:\/\/malta-media.com\/?p=89549"},"modified":"2025-07-24T09:15:11","modified_gmt":"2025-07-24T07:15:11","slug":"offentliche-medien-unter-druck-beim-nahenden-eu-mediengesetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/malta-media.com\/de\/offentliche-medien-unter-druck-beim-nahenden-eu-mediengesetz\/","title":{"rendered":"\u00d6ffentliche Medien unter Druck beim nahenden EU Mediengesetz"},"content":{"rendered":"<p><strong>W\u00e4hrend die Europ\u00e4ische Union sich darauf vorbereitet, ein wegweisendes Gesetz zur St\u00e4rkung der Medienunabh\u00e4ngigkeit umzusetzen, hat Reporter ohne Grenzen (RSF) eine eindringliche Warnung ausgesprochen. In einem detaillierten Bericht, der vor Inkrafttreten des Europ\u00e4ischen Medienfreiheitsgesetzes (EMFA) am 8. August ver\u00f6ffentlicht wurde, zeichnet RSF ein ern\u00fcchterndes Bild vom Zustand der \u00f6ffentlichen Medien in ganz Europa. Die Organisation argumentiert, dass politisierte Einmischung, finanzielle Instabilit\u00e4t und systemische redaktionelle Kompromisse die wesentliche Rolle der \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bei der Wahrung demokratischer Normen zunehmend untergraben.<\/strong><\/p>\n<p>Der RSF-Bericht mit dem Titel \u201eDruck auf die \u00f6ffentlichen Medien: Eine entscheidende Bew\u00e4hrungsprobe f\u00fcr die europ\u00e4ischen Demokratien\u201d skizziert einen Trend zum R\u00fcckgang der redaktionellen Autonomie und institutionellen Widerstandsf\u00e4higkeit in den EU-Mitgliedstaaten. Zwar enth\u00e4lt die bevorstehende EMFA wichtige Bestimmungen zur Bek\u00e4mpfung solcher Bedrohungen \u2013 insbesondere Artikel 5, der die Regierungen verpflichtet, die redaktionelle und operative Unabh\u00e4ngigkeit der \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien zu wahren \u2013, doch RSF betont, dass Gesetze allein nicht ausreichen. Ohne eine konsequente Durchsetzung und echten politischen Willen k\u00f6nnten \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten weiterhin weniger als H\u00fcter des \u00f6ffentlichen Interesses, sondern eher als Instrumente politischer Einflussnahme fungieren.<\/p>\n<h2>\u00d6ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten am Scheideweg: Autonomie versus Kontrolle<\/h2>\n<p>Eines der zentralen Themen des RSF-Berichts ist der wachsende Konflikt zwischen der idealen Rolle \u00f6ffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten \u2013 als unparteiische Informationsanbieter zu fungieren \u2013 und der praktischen Realit\u00e4t in vielen EU-L\u00e4ndern, wo diese Einrichtungen zunehmend den Interessen der Regierung verpflichtet sind. Thibaut Bruttin, Generaldirektor von RSF, unterstrich diese Besorgnis mit einer kritischen Frage: \u201eIm Dienste der \u00d6ffentlichkeit oder der Partei?\u201c<\/p>\n<p>Seine rhetorische Frage fasst das Dilemma zusammen, mit dem viele \u00f6ffentliche Medieninstitutionen konfrontiert sind. Theoretisch sollen \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten als unabh\u00e4ngige W\u00e4chter fungieren und f\u00fcr Transparenz und Meinungsvielfalt in der \u00d6ffentlichkeit sorgen. In der Praxis werden ihre F\u00fchrungskr\u00e4fte jedoch oft durch undurchsichtige oder politisch motivierte Prozesse ernannt, ihre Finanzierung unterliegt der Diskretion der Regierung, und ihre redaktionellen Entscheidungen werden h\u00e4ufig durch externen Druck beeinflusst \u2013 oder eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Laut Bruttin stellen diese Entwicklungen einen gef\u00e4hrlichen Versuch dar, die \u00f6ffentliche Meinung zu manipulieren und den demokratischen Diskurs zu verzerren. \u201eDie Angriffe, die wir beobachten \u2013 oft finanzieller oder politischer Natur \u2013 spiegeln einen umfassenderen Versuch wider, die \u00f6ffentliche Meinung zu manipulieren\u201c, warnte er. \u201eSie erfordern ein scharfes Erwachen Europas.\u201c<\/p>\n<h2>Malta und andere Hochrisikol\u00e4nder im Fokus<\/h2>\n<p>Der RSF-Bericht identifiziert mehrere L\u00e4nder, in denen die \u00f6ffentlichen Medien vor besonders akuten Herausforderungen stehen. Malta wird neben Ungarn, Polen, Griechenland und Kroatien als ein Land genannt, in dem die Politisierung des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks besonders ausgepr\u00e4gt ist.<\/p>\n<p>In Malta konzentrieren sich die Bedenken auf die h\u00e4ufige Auslassung sensibler Informationen \u00fcber Regierungsaktivit\u00e4ten oder Korruption in \u00f6ffentlichen Sendungen. Der Bericht hebt Behauptungen hervor, dass redaktionelle Entscheidungen oft zensiert oder verzerrt werden, um eine bestimmte politische Ausrichtung widerzuspiegeln. RSF stellt fest, dass die Mehrheit der Befragten in Malta regelm\u00e4\u00dfig F\u00e4lle von politisch motivierter redaktioneller Kontrolle meldete.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus geh\u00f6rt Malta zu einer kleinen Gruppe von EU-L\u00e4ndern, in denen die \u00f6ffentlichen Medien Berichten zufolge keinen angemessenen politischen Pluralismus gew\u00e4hrleisten \u2013 ein Grundprinzip des demokratischen Rundfunks. RSF argumentiert, dass dieser Mangel die Glaubw\u00fcrdigkeit der \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien schw\u00e4cht und nicht den Grundprinzipien, wenn nicht sogar den genauen Anforderungen der EU-Rechtsrahmen entspricht.<\/p>\n<p>Der Bericht schildert au\u00dferdem einen Vorfall, bei dem ein maltesischer Journalist nach politischer Einflussnahme von einem \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender zur\u00fccktrat, was verdeutlicht, wie redaktionelle Kompromisse konkrete berufliche Konsequenzen haben und das Vertrauen in Medieninstitutionen untergraben k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Der breitere europ\u00e4ische Kontext: die Politisierung des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks<\/h2>\n<p>\u00dcber die konkreten F\u00e4lle Maltas und seiner Partnerl\u00e4nder hinaus zeichnet RSF ein umfassenderes Bild der systemischen Misere, unter der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten in der gesamten EU leiden. Die Aush\u00f6hlung der redaktionellen Unabh\u00e4ngigkeit wird oft durch strukturelle Schwachstellen beg\u00fcnstigt, n\u00e4mlich prek\u00e4re Finanzierungsmechanismen und Governance-Modelle, denen es an Transparenz und Rechenschaftspflicht mangelt.<\/p>\n<p>In L\u00e4ndern wie Ungarn und Polen beispielsweise werden \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten seit langem daf\u00fcr kritisiert, dass sie de facto als verl\u00e4ngerter Arm der regierenden politischen Parteien fungieren. In Griechenland und Kroatien sind \u00e4hnliche Bedenken aufgekommen, insbesondere hinsichtlich der selektiven Berichterstattung \u00fcber politisch sensible Inhalte und der mangelnden journalistischen Freiheit.<\/p>\n<p>Erschwerend kommt hinzu, dass sich die digitale Medienlandschaft rasant weiterentwickelt, was neue finanzielle Belastungen mit sich bringt und den Wettbewerb um Zuschauer versch\u00e4rft. Traditionelle \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten, die oft durch b\u00fcrokratische Tr\u00e4gheit behindert werden, haben Schwierigkeiten, sich an diese Ver\u00e4nderungen anzupassen und gleichzeitig ihren \u00f6ffentlich-rechtlichen Auftrag zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<h2>Das Versprechen und die Grenzen des Europ\u00e4ischen Gesetzes zur Medienfreiheit<\/h2>\n<p>Das Europ\u00e4ische Gesetz zur Medienfreiheit, insbesondere Artikel 5, wird weithin als potenzieller Wendepunkt f\u00fcr die Regulierung \u00f6ffentlich-rechtlicher Medien in Europa angesehen. Artikel 5 verpflichtet die EU-Mitgliedstaaten ausdr\u00fccklich, die Unabh\u00e4ngigkeit \u00f6ffentlich-rechtlicher Medien sowohl in redaktioneller als auch in operativer Hinsicht zu gew\u00e4hrleisten. Au\u00dferdem schreibt er Transparenz bei der Finanzierung und den Entscheidungsprozessen vor.<\/p>\n<p>RSF warnt jedoch davor, dass gesetzliche Vorschriften zwar notwendig, aber allein nicht ausreichend sind. Die Organisation argumentiert, dass eine sinnvolle Reform ein nachhaltiges politisches <a href=\"https:\/\/malta-media.com\/ALEA\" title=\"ALEA\" class=\"pretty-link-keyword\"rel=\"\" target=\"_blank\">Engagement<\/a>, die Einbindung der Zivilgesellschaft und strenge Durchsetzungsmechanismen erfordert. Ohne diese Elemente l\u00e4uft das EMFA Gefahr, eher eine symbolische Geste als eine substanzielle Schutzma\u00dfnahme zu sein.<\/p>\n<h2>Empfehlungen von RSF zum Schutz \u00f6ffentlich-rechtlicher Medien<\/h2>\n<p>Um die in seinem Bericht identifizierten Herausforderungen anzugehen, hat RSF eine Reihe von Reformen vorgeschlagen, die darauf abzielen, das Vertrauen in den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk wiederherzustellen und die institutionelle Unabh\u00e4ngigkeit zu st\u00e4rken. Dazu geh\u00f6ren:<\/p>\n<h3>Transparente und unabh\u00e4ngige Ernennung von F\u00fchrungskr\u00e4ften<\/h3>\n<p>RSF empfiehlt den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, Verfahren zur Ernennung von F\u00fchrungskr\u00e4ften einzuf\u00fchren, die sowohl transparent als auch frei von politischer Einflussnahme sind. Die Einbeziehung von Vertretern der Zivilgesellschaft in den Auswahlprozess k\u00f6nnte dazu beitragen, dass Kandidaten aufgrund ihrer Verdienste und ihres Engagements f\u00fcr journalistische Integrit\u00e4t und nicht aufgrund ihrer politischen Loyalit\u00e4t ausgew\u00e4hlt werden.<\/p>\n<h3>Schaffung einer europ\u00e4ischen Pluralismus-Aufsichtsbeh\u00f6rde<\/h3>\n<p>Um die interne politische Vielfalt zu \u00fcberwachen und Pluralismusstandards durchzusetzen, pl\u00e4diert RSF f\u00fcr die Einrichtung einer unabh\u00e4ngigen EU-weiten Aufsichtsbeh\u00f6rde. Ein solcher Mechanismus w\u00fcrde bewerten, ob die \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien das gesamte Spektrum politischer Standpunkte widerspiegeln, wie es die demokratischen Normen der EU verlangen.<\/p>\n<h3>Stabile und unabh\u00e4ngige Finanzierung<\/h3>\n<p>Finanzielle Autonomie ist f\u00fcr die redaktionelle Unabh\u00e4ngigkeit von entscheidender Bedeutung. RSF schl\u00e4gt vor, dass \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten einer langfristigen, unabh\u00e4ngig durchgef\u00fchrten Finanzierungsbewertung unterzogen und durch mehrj\u00e4hrige Finanzierungspl\u00e4ne unterst\u00fctzt werden, die nicht leicht durch wechselnde politische Agenden beeinflusst werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Innovative Finanzierungsmechanismen<\/h3>\n<p>Um die Abh\u00e4ngigkeit von politisch bedingten Staatshaushalten zu verringern, schl\u00e4gt RSF vor, alternative Finanzierungsmodelle zu pr\u00fcfen, wie z. B. unabh\u00e4ngige \u00f6ffentliche Medienfonds oder durch das Publikum unterst\u00fctzte Einnahmequellen, die f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere finanzielle Stabilit\u00e4t und Unabh\u00e4ngigkeit sorgen k\u00f6nnten.<\/p>\n<h3>Verbesserte Transparenz und \u00f6ffentliche Rechenschaftspflicht<\/h3>\n<p>Eine gr\u00f6\u00dfere Transparenz bei redaktionellen Entscheidungen und institutionellen Abl\u00e4ufen ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung. RSF fordert eine st\u00e4rkere Einbindung der \u00d6ffentlichkeit durch Initiativen wie einen j\u00e4hrlichen \u201eMedientag\u201d am 3. Mai, der sowohl der W\u00fcrdigung als auch der \u00dcberpr\u00fcfung der Leistung \u00f6ffentlicher Medien dienen w\u00fcrde.<\/p>\n<h3>Einrichtung einer paneurop\u00e4ischen Rundfunkanstalt<\/h3>\n<p>Schlie\u00dflich schl\u00e4gt RSF die Schaffung einer neuen paneurop\u00e4ischen \u00f6ffentlichen Medieninstitution vor, die als Modell f\u00fcr bew\u00e4hrte Praktiken dienen und politischer Einflussnahme auf nationaler Ebene entgegenwirken soll. Diese Rundfunkanstalt k\u00f6nnte unabh\u00e4ngig von einzelnen Mitgliedstaaten agieren und grenz\u00fcberschreitende Inhalte anbieten, die auf journalistischer Exzellenz basieren.<\/p>\n<h2>Ausblick: Dringlichkeit und Verantwortung<\/h2>\n<p>Da die EMFA in wenigen Wochen verbindliches Recht wird, ist die Botschaft von RSF klar: Die Zeit des passiven Beobachtens ist vorbei. Das Gesetz bietet zwar einen dringend ben\u00f6tigten rechtlichen Rahmen, sein Erfolg h\u00e4ngt jedoch davon ab, inwieweit die Mitgliedstaaten bereit sind, \u00fcber die Mindestanforderungen hinauszugehen und die \u00f6ffentlichen Medien proaktiv vor weiterer Erosion zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>\u201eDie Schaffung der \u00f6ffentlichen Medien von morgen ist kein Luxus\u201c, sagte Bruttin. \u201eEs ist eine Notwendigkeit \u2013 und sie muss jetzt beginnen.\u201c<\/p>\n<p>Die Eins\u00e4tze k\u00f6nnten nicht h\u00f6her sein. In einer Zeit, in der das Vertrauen in demokratische Institutionen bedroht ist und sich Falschinformationen in alarmierendem Tempo verbreiten, ist die Rolle unabh\u00e4ngiger, rechenschaftspflichtiger \u00f6ffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten wichtiger denn je. Wenn diese Institutionen nicht gesch\u00fctzt werden, untergr\u00e4bt dies nicht nur die journalistische Freiheit, sondern schw\u00e4cht auch die Grundlagen der europ\u00e4ischen Demokratie selbst.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p><strong>Die Herausforderungen, denen sich die \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien in Europa heute gegen\u00fcbersehen, sind weder isoliert noch zuf\u00e4llig \u2013 sie sind systemisch und nehmen zu. Wie Reporter ohne Grenzen dokumentiert hat, stellen die Aush\u00f6hlung der redaktionellen Unabh\u00e4ngigkeit, politische Einmischung in die Unternehmensf\u00fchrung und prek\u00e4re Finanzierungsstrukturen eine ernsthafte und unmittelbare Bedrohung f\u00fcr die demokratische Integrit\u00e4t auf dem gesamten Kontinent dar. Mit dem Inkrafttreten des Europ\u00e4ischen Medienfreiheitsgesetzes hat die EU die M\u00f6glichkeit \u2013 ja sogar die Verantwortung \u2013, nicht nur dessen Bestimmungen durchzusetzen, sondern auch eine Kultur echter Medienunabh\u00e4ngigkeit und Pluralismus zu f\u00f6rdern.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Allerdings kann die Gesetzgebung allein keine L\u00f6sung f\u00fcr eine Krise bieten, die im Grunde genommen politischer und institutioneller Natur ist. Es liegt nun an den einzelnen Mitgliedstaaten, ihr Bekenntnis zu demokratischen Werten unter Beweis zu stellen, indem sie transparente, rechenschaftspflichtige und unabh\u00e4ngige Rahmenbedingungen f\u00fcr den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk schaffen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die \u00f6ffentlichen Medien zu parteiischen Instrumenten statt zu unparteiischen H\u00fctern der Wahrheit werden.<\/strong><\/p>\n<p><strong>In einer Zeit, in der sich Falschinformationen rasch verbreiten und demokratische Institutionen unter zunehmendem Druck stehen, ist die Rolle unabh\u00e4ngiger \u00f6ffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten wichtiger denn je. Die Gew\u00e4hrleistung ihrer Integrit\u00e4t ist nicht nur eine regulatorische Verpflichtung, sondern eine existenzielle Notwendigkeit f\u00fcr die Zukunft der europ\u00e4ischen Demokratie.<\/strong><\/p>\n<h2>FAQs<\/h2>\n<p><strong>Was ist das Europ\u00e4ische Medienfreiheitsgesetz (EMFA)?<\/strong><br \/>\nDas EMFA ist eine neue EU-Verordnung zum Schutz der Medienfreiheit und des Medienpluralismus in den Mitgliedstaaten. Es enth\u00e4lt Bestimmungen zum Schutz der Unabh\u00e4ngigkeit \u00f6ffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten.<\/p>\n<p><strong>Wann tritt das EMFA in Kraft?<\/strong><br \/>\nDas EMFA soll am 8. August 2025 in Kraft treten.<\/p>\n<p><strong>Warum ist RSF besorgt \u00fcber die \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Europa?<\/strong><br \/>\nRSF hat zahlreiche Belege f\u00fcr politische Einflussnahme, finanzielle Instabilit\u00e4t und mangelnde redaktionelle Unabh\u00e4ngigkeit in den \u00f6ffentlichen Medien in der gesamten EU gefunden.<\/p>\n<p><strong>Welche L\u00e4nder sind am st\u00e4rksten von der Politisierung der \u00f6ffentlichen Medien betroffen?<\/strong><br \/>\nMalta, Ungarn, Polen, Griechenland und Kroatien geh\u00f6ren zu den L\u00e4ndern, die von RSF wegen besonders gravierender Probleme im Zusammenhang mit der Unabh\u00e4ngigkeit der \u00f6ffentlichen Medien beanstandet wurden.<\/p>\n<p><strong>Was ist Artikel 5 der EMFA?<\/strong><br \/>\nArtikel 5 verpflichtet die EU-Mitgliedstaaten, die redaktionelle und operative Unabh\u00e4ngigkeit der \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien zu gew\u00e4hrleisten und die Transparenz ihrer Verwaltung zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><strong>Inwiefern ist Malta in die Ergebnisse von RSF involviert?<\/strong><br \/>\nMalta ist bekannt f\u00fcr angebliche Zensur, voreingenommene Berichterstattung und mangelnden politischen Pluralismus in seinen \u00f6ffentlichen Medien, wobei F\u00e4lle politischer Einflussnahme zum R\u00fccktritt von Journalisten gef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p><strong>Welche L\u00f6sungen schl\u00e4gt RSF vor?<\/strong><br \/>\nRSF empfiehlt eine unabh\u00e4ngige Auswahl der F\u00fchrungskr\u00e4fte, nachhaltige Finanzierungsmodelle, eine europ\u00e4ische Medienaufsichtsbeh\u00f6rde, mehr Transparenz und die Schaffung einer paneurop\u00e4ischen Rundfunkanstalt.<\/p>\n<p><strong>Welche Rolle spielt eine europ\u00e4ische Aufsichtsbeh\u00f6rde f\u00fcr Medienpluralismus?<\/strong><br \/>\nEine solche Beh\u00f6rde w\u00fcrde \u00fcberwachen, ob \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten ein breites Spektrum politischer Ansichten fair vertreten und demokratische Standards einhalten.<\/p>\n<p><strong>Warum ist finanzielle Unabh\u00e4ngigkeit f\u00fcr \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten wichtig?<\/strong><br \/>\nEine stabile, politisch neutrale Finanzierung erm\u00f6glicht es den \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien, ohne unzul\u00e4ssige Einflussnahme zu arbeiten und ihre F\u00e4higkeit zur unparteiischen Berichterstattung zu bewahren.<\/p>\n<p><strong>Was ist der \u201eMedientag\u201d und wie w\u00fcrde er helfen?<\/strong><br \/>\nRSF schl\u00e4gt einen j\u00e4hrlichen \u201eMedientag\u201d am 3. Mai vor, um das \u00f6ffentliche Engagement zu st\u00e4rken, die Medienfreiheit zu feiern und die Leistung der \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zu bewerten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend die Europ\u00e4ische Union sich darauf vorbereitet, ein wegweisendes Gesetz zur St\u00e4rkung der Medienunabh\u00e4ngigkeit umzusetzen, hat Reporter ohne Grenzen (RSF) eine eindringliche Warnung ausgesprochen. In einem detaillierten Bericht, der vor Inkrafttreten des Europ\u00e4ischen Medienfreiheitsgesetzes (EMFA) am 8. August ver\u00f6ffentlicht wurde, zeichnet RSF ein ern\u00fcchterndes Bild vom Zustand der \u00f6ffentlichen Medien in ganz Europa. Die Organisation argumentiert, dass politisierte Einmischung, finanzielle Instabilit\u00e4t und systemische redaktionelle Kompromisse die wesentliche Rolle der \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bei der Wahrung demokratischer Normen zunehmend untergraben.<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":89547,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[579],"tags":[2769,69029,33361,1387,11342,69028,26090,587,69027,46091,788,69025,46088,69026],"class_list":["post-89549","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-malta-news","tag-demokratie","tag-emfa-de","tag-eu-gesetzgebung","tag-europaeische-union","tag-european-union-de","tag-journalistische-standards","tag-malta-media-de","tag-malta-news","tag-maltesische-medien","tag-medienfreiheit","tag-news-malta-de","tag-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk","tag-pressefreiheit","tag-reporter-ohne-grenzen"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/malta-media.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89549","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/malta-media.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/malta-media.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/malta-media.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/malta-media.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=89549"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/malta-media.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89549\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/malta-media.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/89547"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/malta-media.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=89549"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/malta-media.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=89549"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/malta-media.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=89549"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}