{"id":94392,"date":"2025-09-09T17:31:46","date_gmt":"2025-09-09T15:31:46","guid":{"rendered":"https:\/\/malta-media.com\/?p=94392"},"modified":"2025-09-09T17:31:46","modified_gmt":"2025-09-09T15:31:46","slug":"eugh-meinung-laesst-deutsche-gluecksspielstreitigkeiten-ungeloest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/malta-media.com\/de\/eugh-meinung-laesst-deutsche-gluecksspielstreitigkeiten-ungeloest\/","title":{"rendered":"EuGH Meinung l\u00e4sst deutsche Gl\u00fccksspielstreitigkeiten ungel\u00f6st"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Europ\u00e4ische Gerichtshof (EuGH) hat k\u00fcrzlich eine Stellungnahme zur komplexen Rechtslage im Zusammenhang mit Online-Gl\u00fccksspielen in Deutschland abgegeben. Diese Entwicklung, die von Betreibern, Regulierungsbeh\u00f6rden und Spielern aufmerksam verfolgt wird, hat die Vielzahl der anh\u00e4ngigen Rechtsstreitigkeiten jedoch nicht vollst\u00e4ndig gekl\u00e4rt. Hunderte von Spielern haben Entsch\u00e4digungen f\u00fcr Gl\u00fccksspielverluste gefordert, die ihnen vor der Einf\u00fchrung eines formellen Rechtsrahmens f\u00fcr Online-Gl\u00fccksspiele in Deutschland entstanden sind, was Fragen zum Zusammenspiel zwischen lokalem Recht, EU-Rechtsvorschriften und Verbraucherschutzrechten aufwirft.<\/strong><\/p>\n<p>Die Stellungnahme von Generalanwalt Nicholas Emiliou befasst sich mit dem Fall C\u2011440\/23, der im April von einem maltesischen Zivilgericht an den EuGH verwiesen wurde. Obwohl sie einige Hinweise zur Rechtm\u00e4\u00dfigkeit bestimmter Ma\u00dfnahmen enth\u00e4lt, l\u00e4sst die Stellungnahme wichtige Fragen zum regulatorischen Ansatz Deutschlands und dessen Vereinbarkeit mit dem EU-Recht weitgehend offen.<\/p>\n<h2>Hintergrund: Rechtsanspr\u00fcche und regulatorischer Kontext in Deutschland<\/h2>\n<p>Online-Gl\u00fccksspiele existieren in Deutschland seit jeher in einem halbregulierten oder unregulierten Zustand. Spieler, die auf ausl\u00e4ndischen Plattformen, insbesondere solchen mit einer Lizenz in Malta, teilnahmen, fanden sich oft ohne rechtlichen Schutz nach deutschem Recht wieder. Nach der Verabschiedung des Gl\u00fccksspielstaatsvertrags (Gl\u00fcStV 2021) f\u00fchrte Deutschland ein Lizenzsystem f\u00fcr Online-Casinos und Sportwetten ein, um nicht lizenzierte Gl\u00fccksspiele einzud\u00e4mmen und gleichzeitig den Verbraucherschutz zu verbessern.<\/p>\n<p>Trotz dieser Reformen sind Hunderte von Zivilklagen von Spielern eingegangen, die R\u00fcckerstattungen f\u00fcr Verluste fordern, die ihnen vor der formellen Regulierung des Online-Gl\u00fccksspiels entstanden sind. Diese Klagen richten sich gegen Betreiber, die keine deutsche Lizenz besa\u00dfen, sondern unter g\u00fcltigen Lizenzen aus anderen EU-L\u00e4ndern operierten. Es entsteht ein Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen den lokalen Regulierungsbeh\u00f6rden und dem EU-Grundsatz des freien Dienstleistungsverkehrs, der es Betreibern mit einer Lizenz in einem Mitgliedstaat erlaubt, ihre Dienste in der gesamten EU anzubieten.<\/p>\n<h2>Stellungnahme von Generalanwalt Emiliou zum Fall C\u2011440\/23<\/h2>\n<p>Die Stellungnahme von Generalanwalt Nicholas Emiliou befasst sich mit mehreren kritischen Fragen im Fall C\u2011440\/23. Der Fall wurde von einem maltesischen Zivilgericht zur Kl\u00e4rung des rechtlichen Verh\u00e4ltnisses zwischen den nationalen Lizenzierungsvorschriften Deutschlands und dem EU-Recht vorgelegt.<\/p>\n<p>Eine der wichtigsten Feststellungen war, dass es f\u00fcr Deutschland als lokal regulierter Markt zul\u00e4ssig ist, den Zugang zu in Malta lizenzierten Online-Casinos zu sperren. Dies deutet darauf hin, dass Mitgliedstaaten mit formellen Regulierungsrahmen die Befugnis behalten, ausl\u00e4ndische Betreiber zu beschr\u00e4nken, sofern diese Beschr\u00e4nkungen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig sind und legitimen \u00f6ffentlichen Interessen dienen, wie z. B. dem Verbraucherschutz oder der Verhinderung von Spielsucht.<\/p>\n<p>Gleichzeitig best\u00e4tigte die Stellungnahme, dass zivilrechtliche Anspr\u00fcche von Spielern gegen Betreiber ohne deutsche Lizenzen keinen Missbrauch des EU-Rechts darstellen. Mit anderen Worten: Spieler, die eine Entsch\u00e4digung f\u00fcr Gl\u00fccksspielverluste verlangen, k\u00f6nnen rechtliche Schritte einleiten, ohne dass ihnen dies durch EU-Vorschriften untersagt wird. Generalanwalt Emiliou erkl\u00e4rte, dass \u201eVertr\u00e4ge zwischen Spielern und Betreibern nach geltendem Vertragsrecht nichtig sind\u201c, womit anerkannt wird, dass lokale Vertragsgrunds\u00e4tze unter bestimmten Umst\u00e4nden Vorrang vor dem EU-Lizenzstatus der Betreiber haben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dieser Aspekt der Stellungnahme ist von besonderer Bedeutung f\u00fcr regionale Gerichte in Deutschland und \u00d6sterreich, wo \u00e4hnliche Klagen anh\u00e4ngig sind. Wenn er best\u00e4tigt wird, k\u00f6nnte dies einen Pr\u00e4zedenzfall schaffen, der es Spielern erm\u00f6glicht, Verluste von Betreibern zur\u00fcckzufordern, die in anderen EU-L\u00e4ndern lizenziert sind, aber keine deutsche Genehmigung haben.<\/p>\n<h2>Auswirkungen f\u00fcr Spieler und Betreiber<\/h2>\n<p>Die Stellungnahme des EuGH hat unterschiedliche Auswirkungen auf die Gl\u00fccksspielbranche und einzelne Spieler:<\/p>\n<p>F\u00fcr Spieler: Die Best\u00e4tigung, dass Vertr\u00e4ge ung\u00fcltig sein k\u00f6nnen und Anspr\u00fcche nach EU-Recht nicht ausgeschlossen sind, st\u00e4rkt die Rechtsposition derjenigen, die R\u00fcckerstattungen verlangen. Sie bekr\u00e4ftigt die Auffassung, dass sich Betreiber nicht automatisch auf ausl\u00e4ndische Lizenzen berufen k\u00f6nnen, um sich vor Entsch\u00e4digungsanspr\u00fcchen in Deutschland zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Betreiber: Die Stellungnahme signalisiert, dass Betreiber, die in Malta oder anderen EU-L\u00e4ndern lizenziert sind, bei der Erbringung von Dienstleistungen f\u00fcr deutsche Einwohner Vorsicht walten lassen m\u00fcssen. Selbst mit g\u00fcltigen EU-Lizenzen k\u00f6nnen sie mit Rechtsanspr\u00fcchen konfrontiert werden, wenn sie ohne deutsche Genehmigung t\u00e4tig sind. Dies erh\u00f6ht den Regulierungs- und <a href=\"https:\/\/malta-media.com\/ALEA\" title=\"ALEA\" class=\"pretty-link-keyword\"rel=\"\" target=\"_blank\">Compliance<\/a>-Aufwand f\u00fcr grenz\u00fcberschreitende Betreiber, was einige dazu veranlassen k\u00f6nnte, ihre Angebote auf dem deutschen Markt zu \u00fcberdenken oder umzustrukturieren.<\/p>\n<p>F\u00fcr Regulierungsbeh\u00f6rden: Die Stellungnahme unterstreicht das empfindliche Gleichgewicht, das Regulierungsbeh\u00f6rden zwischen dem Schutz der Verbraucher, der Kontrolle von Sch\u00e4den im Zusammenhang mit Gl\u00fccksspielen und der Gew\u00e4hrleistung der Einhaltung der EU-Grunds\u00e4tze wahren m\u00fcssen. Die M\u00f6glichkeit Deutschlands, ausl\u00e4ndische Betreiber zu blockieren, wird bekr\u00e4ftigt, aber die genauen Grenzen solcher Beschr\u00e4nkungen unterliegen weiterhin einer weiteren rechtlichen Pr\u00fcfung.<\/p>\n<h2>Einschr\u00e4nkungen der Stellungnahme<\/h2>\n<p>Die Leitlinien von Generalanwalt Emiliou schaffen zwar Klarheit in Bezug auf bestimmte vertrags- und zivilrechtliche Aspekte, lassen jedoch die umfassendere Frage der Vereinbarkeit der deutschen Gesetzgebung mit dem EU-Recht ausdr\u00fccklich offen. Diese Entscheidung wird wahrscheinlich von der bevorstehenden Rechtssache C\u2011530\/24 vor dem EuGH abh\u00e4ngen, in der es um den Betreiber Tipico geht und deren Verhandlung f\u00fcr den 24. September angesetzt ist.<\/p>\n<p>Rechtsexperten warnen, dass das Ergebnis des Tipico-Verfahrens letztendlich einen Pr\u00e4zedenzfall daf\u00fcr schaffen k\u00f6nnte, ob das deutsche Lizenzsystem vollst\u00e4ndig mit den EU-Verpflichtungen im Einklang steht. Bis dahin sehen sich Betreiber und Spieler einer Phase der Rechtsunsicherheit gegen\u00fcber, in der mehrere regionale Gerichtsverfahren weiterhin Entsch\u00e4digungsanspr\u00fcche pr\u00fcfen werden.<\/p>\n<h2>Der breitere europ\u00e4ische Kontext<\/h2>\n<p>Deutschland ist nicht der einzige EU-Mitgliedstaat, der sich mit der Regulierung von Online-Gl\u00fccksspielen auseinandersetzt. In ganz Europa stehen die Regulierungsbeh\u00f6rden vor \u00e4hnlichen Herausforderungen, wenn es darum geht, nationale Ziele des \u00f6ffentlichen Interesses mit den Grunds\u00e4tzen des EU-Rechts, insbesondere hinsichtlich des freien Dienstleistungsverkehrs, in Einklang zu bringen. L\u00e4nder wie \u00d6sterreich, Belgien und Italien haben \u00e4hnliche Streitigkeiten mit grenz\u00fcberschreitenden Betreibern und Entsch\u00e4digungsanspr\u00fcchen von Spielern erlebt.<\/p>\n<p>Die Urteile des EuGH in diesen F\u00e4llen haben weitreichende Auswirkungen auf den europ\u00e4ischen Gl\u00fccksspielmarkt. Sie tragen dazu bei, den rechtlichen Rahmen zu definieren, innerhalb dessen die Mitgliedstaaten Lizenzanforderungen durchsetzen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend sie gleichzeitig die Wettbewerbs- und Dienstleistungsstandards auf EU-Ebene einhalten.<\/p>\n<h2>M\u00f6gliche Ergebnisse f\u00fcr anh\u00e4ngige Entsch\u00e4digungsforderungen<\/h2>\n<p>Wenn deutsche Gerichte der Argumentation des Generalanwalts folgen, sind mehrere Ergebnisse f\u00fcr anh\u00e4ngige Klagen m\u00f6glich:<\/p>\n<ul>\n<li>Nichtigkeitsvertr\u00e4ge: Gerichte k\u00f6nnen anerkennen, dass Vertr\u00e4ge zwischen Spielern und nicht in Deutschland lizenzierten Betreibern nach lokalem Recht nichtig sind, sodass Spieler ihre Verluste zur\u00fcckfordern k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Kein Missbrauch des EU-Rechts: Betreiber k\u00f6nnen nicht automatisch geltend machen, dass Klagen von Spielern gegen EU-Grunds\u00e4tze versto\u00dfen, was m\u00f6glicherweise zu erfolgreichen Entsch\u00e4digungsforderungen f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/li>\n<li>Fallweise Pr\u00fcfung: Die Gerichte k\u00f6nnten weiterhin Anspr\u00fcche einzeln pr\u00fcfen und dabei Faktoren wie die Kenntnis des Spielers \u00fcber den Lizenzstatus, die Marketingpraktiken des Betreibers und die Einhaltung von Ma\u00dfnahmen f\u00fcr verantwortungsbewusstes Spielen ber\u00fccksichtigen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Ergebnisse k\u00f6nnten die breitere politische Diskussion \u00fcber r\u00fcckwirkende Entsch\u00e4digungen und die rechtlichen Verantwortlichkeiten grenz\u00fcberschreitender Gl\u00fccksspielanbieter in regulierten M\u00e4rkten beeinflussen.<\/p>\n<h2>Reaktion der Branche<\/h2>\n<p>Obwohl keine offiziellen Stellungnahmen von gro\u00dfen Betreibern ver\u00f6ffentlicht wurden, gehen Branchenanalysten davon aus, dass die Stellungnahme des EuGH Unternehmen dazu veranlassen k\u00f6nnte, ihr Risiko in Deutschland neu zu bewerten. Einige Betreiber k\u00f6nnten sich f\u00fcr einen Marktaustritt entscheiden, w\u00e4hrend andere m\u00f6glicherweise die vollst\u00e4ndige Einhaltung der lokalen Lizenzanforderungen anstreben, um ihre rechtliche Haftung zu mindern.<\/p>\n<p>Verbraucherschutzverb\u00e4nde haben die Stellungnahme als einen Schritt zur Rechenschaftspflicht der Betreiber und zum Schutz der Spieler begr\u00fc\u00dft. Sie argumentieren, dass die Entscheidung die Bedeutung der Verbraucherrechte im Online-Gl\u00fccksspiel und die Verantwortung der Betreiber f\u00fcr einen transparenten Betrieb innerhalb regulierter Rahmenbedingungen unterstreicht.<\/p>\n<h2>Ausblick: Der Fall Tipico und Rechtssicherheit<\/h2>\n<p>Die bevorstehende \u00dcberpr\u00fcfung des Falles C\u2011530\/24 betreffend Tipico durch den EuGH d\u00fcrfte endg\u00fcltigere Klarheit \u00fcber die Vereinbarkeit der deutschen Lizenzgesetze mit dem EU-Recht schaffen. Diese Entscheidung wird von allen Beteiligten aufmerksam verfolgt werden, da sie einen bindenden Pr\u00e4zedenzfall f\u00fcr k\u00fcnftige F\u00e4lle schaffen und die Grenzen der nationalen Regulierungsbeh\u00f6rden im Bereich des Online-Gl\u00fccksspiels kl\u00e4ren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Bis zu dieser Entscheidung bleibt die Rechtslage in Deutschland ungewiss. Spieler, die Entsch\u00e4digungen fordern, Betreiber, die grenz\u00fcberschreitende Dienstleistungen anbieten, und Regulierungsbeh\u00f6rden sehen sich alle mit Unsicherheiten hinsichtlich der Durchsetzung, Haftung und Compliance-Standards konfrontiert.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p><strong>Die Stellungnahme des Generalanwalts in der Rechtssache C\u2011440\/23 bietet teilweise Orientierung, l\u00e4sst jedoch wichtige Fragen offen. Sie erkennt an, dass Deutschland den Zugang zu ausl\u00e4ndischen lizenzierten Anbietern beschr\u00e4nken kann, und bekr\u00e4ftigt das Recht der Spieler, zivilrechtliche Anspr\u00fcche geltend zu machen, ohne gegen EU-Recht zu versto\u00dfen. Die \u00fcbergeordnete Vereinbarkeit des deutschen Lizenzrahmens mit den EU-Grunds\u00e4tzen bleibt jedoch ungepr\u00fcft und wird wahrscheinlich vom Ausgang des Tipico-Verfahrens abh\u00e4ngen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>F\u00fcr die Spieler stellt die Stellungnahme eine vorsichtig optimistische Entwicklung dar, die m\u00f6glicherweise den Weg f\u00fcr Entsch\u00e4digungsanspr\u00fcche ebnet. F\u00fcr Betreiber und Regulierungsbeh\u00f6rden unterstreicht sie die anhaltenden Spannungen zwischen nationaler Kontrolle und EU-Verpflichtungen und betont die Notwendigkeit sorgf\u00e4ltiger Compliance-Strategien und rechtlicher Vorsorge.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die sich wandelnde Rechtslandschaft zeigt die Komplexit\u00e4t der Regulierung von Online-Gl\u00fccksspielen in der Europ\u00e4ischen Union, wo nationale Gesetzgebung und EU-Grunds\u00e4tze nebeneinander bestehen m\u00fcssen, was h\u00e4ufig zu langwierigen Rechtsstreitigkeiten und Unsicherheit sowohl f\u00fcr Spieler als auch f\u00fcr Betreiber f\u00fchrt.<\/strong><\/p>\n<h2>FAQs<\/h2>\n<p><strong>Was bedeutet das Gutachten des EuGH zum Fall C\u2011440\/23 f\u00fcr Spieler in Deutschland?<\/strong><br \/>\nEs best\u00e4tigt, dass Spieler Schadensersatzanspr\u00fcche gegen Betreiber ohne deutsche Lizenzen geltend machen k\u00f6nnen, ohne gegen EU-Recht zu versto\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>Sind Vertr\u00e4ge zwischen Spielern und Betreibern mit ausl\u00e4ndischen lizenzierten Casinos in Deutschland g\u00fcltig?<\/strong><br \/>\nDas Gutachten weist darauf hin, dass solche Vertr\u00e4ge nach lokalem Vertragsrecht ung\u00fcltig sein k\u00f6nnen, was die Anspr\u00fcche der Spieler st\u00e4rkt.<\/p>\n<p><strong>Kann Deutschland den Zugang zu Online-Casinos mit maltesischer Lizenz sperren?<\/strong><br \/>\nJa, Deutschland darf ausl\u00e4ndische Betreiber einschr\u00e4nken, um Verbraucher zu sch\u00fctzen und lokale Vorschriften durchzusetzen.<\/p>\n<p><strong>Wird das Gutachten des EuGH alle Streitigkeiten im Bereich des Online-Gl\u00fccksspiels in Deutschland l\u00f6sen?<\/strong><br \/>\nNein, das Gutachten bietet Orientierungshilfen, entscheidet jedoch nicht endg\u00fcltig \u00fcber die Vereinbarkeit der deutschen Gesetze mit dem EU-Recht.<\/p>\n<p><strong>Welche Bedeutung hat der Fall Tipico (C\u2011530\/24)?<\/strong><br \/>\nEr k\u00f6nnte endg\u00fcltige Orientierung dar\u00fcber geben, ob das deutsche Lizenzsystem mit den rechtlichen Verpflichtungen der EU vereinbar ist.<\/p>\n<p><strong>Wie k\u00f6nnten Betreiber auf dieses Gutachten reagieren?<\/strong><br \/>\nBetreiber k\u00f6nnten ihre Pr\u00e4senz in Deutschland neu bewerten, die Einhaltung lokaler Lizenzen anstreben oder ihre Marketingpraktiken anpassen.<\/p>\n<p><strong>Hat dieses Gutachten Auswirkungen auf andere EU-L\u00e4nder?<\/strong><br \/>\nJa, es k\u00f6nnte Einfluss darauf haben, wie Mitgliedstaaten nationale Vorschriften mit EU-Grunds\u00e4tzen im Bereich Online-Gl\u00fccksspiel in Einklang bringen.<\/p>\n<p><strong>Welche Risiken bestehen f\u00fcr Spieler, die eine Entsch\u00e4digung fordern?<\/strong><br \/>\nDie Stellungnahme st\u00e4rkt zwar ihre Rechtsposition, doch k\u00f6nnen die Ergebnisse je nach gerichtlicher Beurteilung der einzelnen Klagen dennoch variieren.<\/p>\n<p><strong>K\u00f6nnen sich ausl\u00e4ndische Betreiber allein auf EU-Lizenzen st\u00fctzen, um in Deutschland t\u00e4tig zu sein?<\/strong><br \/>\nNein, die Stellungnahme betont, dass lokale Lizenzanforderungen f\u00fcr deutsche Spieler nicht ignoriert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Wie wirkt sich dies auf den europ\u00e4ischen Online-Gl\u00fccksspielmarkt aus?<\/strong><br \/>\nEs wird deutlich, dass grenz\u00fcberschreitende Betreiber unterschiedliche nationale Vorschriften beachten und gleichzeitig das EU-Recht einhalten m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Europ\u00e4ische Gerichtshof (EuGH) hat k\u00fcrzlich eine Stellungnahme zur komplexen Rechtslage im Zusammenhang mit Online-Gl\u00fccksspielen in Deutschland abgegeben. 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Hunderte von Spielern haben Entsch\u00e4digungen f\u00fcr Gl\u00fccksspielverluste gefordert, die ihnen vor der Einf\u00fchrung eines formellen Rechtsrahmens f\u00fcr Online-Gl\u00fccksspiele in Deutschland entstanden sind, was Fragen zum Zusammenspiel zwischen lokalem Recht, EU-Rechtsvorschriften und Verbraucherschutzrechten aufwirft.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":94390,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[868,577],"tags":[44597,871,55983,74280,880,74279,804,815,74278,24904,74281,70051,74277],"class_list":["post-94392","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesetze","category-igaming-news-de","tag-deutsches-gluecksspielrecht","tag-eu-recht","tag-eugh","tag-generalanwalt-emiliou","tag-gesetze","tag-gluecksspielstreitigkeiten-deutschland","tag-igaming-de-2","tag-laws-de","tag-malta-lizenzierte-betreiber","tag-online-casino-regulierung","tag-online-gluecksspiel-litigation","tag-spielerentschaedigung","tag-tipico-fall"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/malta-media.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94392","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/malta-media.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/malta-media.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/malta-media.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/malta-media.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=94392"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/malta-media.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94392\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/malta-media.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94390"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/malta-media.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=94392"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/malta-media.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=94392"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/malta-media.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=94392"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}