KSA weist TonyBet an, fußballähnliche Anzeige wegen Verstoß zu entfernen

KSA orders TonyBet to remove football-style ad for breaching rules

Die niederländische Glücksspielaufsichtsbehörde Kansspelautoriteit (KSA) hat den Online-Glücksspielanbieter TonyBet angewiesen, eine Werbeanzeige zu entfernen, nachdem sie festgestellt hatte, dass diese gegen die niederländischen Beschränkungen hinsichtlich der Verwendung von Vorbildern in Glücksspielwerbung verstößt. Die Entscheidung folgte auf eine verstärkte behördliche Überwachung während der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 – einem Zeitraum, in dem Glücksspielwerbung aufgrund des gesteigerten öffentlichen Interesses am Fußball traditionell genauer unter die Lupe genommen wird.

Obwohl in der Werbung keine echten Fußballspieler zu sehen waren, kam die Aufsichtsbehörde zu dem Schluss, dass ihre visuelle Gestaltung eindeutige Anspielungen auf international bekannte Profifußballer enthielt. Nach Angaben der KSA machten die Kombination aus Rückennummern, Nationaltrikots und charakteristischen körperlichen Merkmalen die abgebildeten Personen sofort als berühmte Spieler erkennbar, wodurch die Werbung in den Geltungsbereich der niederländischen Werbebeschränkungen fiel.

Niederländische Aufsichtsbehörde verschärft Durchsetzung während der Weltmeisterschaft

Die Niederlande haben ihren Kurs in Bezug auf Glücksspielwerbung in den letzten Jahren im Rahmen umfassenderer Verbraucherschutzmaßnahmen schrittweise verschärft.

Das Verbot, Vorbilder in Glücksspielwerbung zu verwenden, trat im Juli 2022 in Kraft. Die Vorschriften wurden eingeführt, um die Attraktivität von Glücksspielmarketing für Minderjährige, junge Erwachsene und schutzbedürftige Verbraucher zu verringern. Seitdem wurden zusätzliche Beschränkungen eingeführt, darunter ein Verbot von nicht zielgerichteter Glücksspielwerbung und spätere Einschränkungen bei Sportsponsoring durch lizenzierte Glücksspielanbieter.

Bei großen Sportveranstaltungen wie der FIFA-Weltmeisterschaft verstärkt die KSA die Aufsicht über lizenzierte Anbieter, um die Einhaltung der niederländischen Glücksspielgesetze sicherzustellen. Die Aufsichtsbehörden haben wiederholt darauf hingewiesen, dass Fußballturniere ein erhöhtes Risiko einer übermäßigen Konfrontation mit Glücksspielwerbung und verstärkter Wettaktivität mit sich bringen.

Die Behörde erklärte, dass die Anbieter weiterhin dafür verantwortlich sind, sicherzustellen, dass jeder Aspekt ihrer Werbekampagnen mit dem niederländischen Recht vereinbar ist, einschließlich indirekter Anspielungen, die so interpretiert werden könnten, dass bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens dargestellt werden.

Erkennbare Fußballbezüge lösten das Eingreifen aus

Nach Angaben der KSA wurden in der Werbung zwar keine tatsächlichen Fußballspieler eingesetzt. Die Aufsichtsbehörden erachteten die Gesamtdarstellung jedoch als ausreichend, damit die Zuschauer die dargestellten Personen mit berühmten internationalen Spielern in Verbindung bringen konnten.

Die Behörde erklärte:

„Das Verbot gilt nicht nur, wenn ein Profisportler tatsächlich in einer Werbung auftritt. Auch erkennbare Bezüge zu berühmten Sportlern sind nicht zulässig. In dieser Werbung führten die Rückennummern, die Nationaltrikots und die körperlichen Merkmale dazu, dass die dargestellten Personen sofort Assoziationen zu bekannten internationalen Profifußballern weckten. Dabei wurde die Wiedererkennbarkeit dieser Sportler ausgenutzt, um für Online-Glücksspiele zu werben.“

Die Auslegung der Aufsichtsbehörde macht deutlich, dass Werbetreibende die Vorschriften nicht einfach dadurch umgehen können, dass sie echte Sportler durch ähnlich aussehende Figuren ersetzen, wenn die Gesamtdarstellung weiterhin eindeutig identifizierbar bleibt.

Diese Haltung spiegelt das übergeordnete Ziel der KSA wider, Glücksspielanbieter daran zu hindern, die Popularität und den Einfluss von Sportpersönlichkeiten direkt oder indirekt zu nutzen.

TonyBet hat die Werbung umgehend entfernt

Nach dem Eingreifen der Aufsichtsbehörde wurde TonyBet angewiesen, die Werbung unverzüglich zu entfernen und sicherzustellen, dass dieselbe oder eine im Wesentlichen ähnliche Kampagne nicht erneut verwendet wird.

Nach Angaben der KSA handelte der Betreiber umgehend und kam der Aufforderung der Aufsichtsbehörde nach, indem er das Werbematerial zurückzog.

Die Behörde verkündete keine Geldstrafe im Zusammenhang mit dem Fall, bestätigte jedoch, dass die Werbung nach ihrem Eingreifen entfernt worden war.

Der Vorfall dient dennoch als weitere Mahnung, dass lizenzierte Betreiber in den Niederlanden weiterhin unter strenger behördlicher Aufsicht stehen, insbesondere während großer Sportturniere, wenn die Werbeaktivitäten deutlich zunehmen.

Einschränkungen hinsichtlich Vorbilder bleiben ein zentraler Bestandteil der niederländischen Glücksspielpolitik

Die niederländischen Werberichtlinien zielen darauf ab, die Teilnahme am Glücksspiel in Gruppen zu reduzieren, die als besonders anfällig für glücksspielbedingte Schäden gelten.

Das Verbot geht weit über aktive Profisportler hinaus. Auch Influencer, Prominente, ehemalige Profisportler und andere weithin bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens fallen unter die Gesetzgebung.

Die KSA betrachtet die Wiedererkennbarkeit als entscheidenden Faktor und nicht die Frage, ob eine Person physisch in einer Werbung erscheint. Ist eine Werbekampagne so gestaltet, dass Verbraucher die Darstellungen sofort mit einer berühmten Persönlichkeit in Verbindung bringen, können die Aufsichtsbehörden feststellen, dass sie gegen das Vorbildverbot verstößt.

Diese Auslegung erlegt Marketingteams und Kreativagenturen zusätzliche Verantwortung auf, sicherzustellen, dass Werbematerial nicht vernünftigerweise als Bezugnahme auf geschützte Personen angesehen werden kann.

Aufklärungskampagne läuft parallel zur Durchsetzung

Parallel zu ihren Durchsetzungsmaßnahmen hat die niederländische Aufsichtsbehörde während der gesamten FIFA-Weltmeisterschaft ihre Bemühungen zur Verbraucheraufklärung fortgesetzt.

Die Kampagne „Laat je niet zoek spelen“ der KSA konzentriert sich darauf, junge Erwachsene über die mit Sportwetten verbundenen Risiken aufzuklären. Der ehemalige niederländische Nationalspieler Glenn Helder, der öffentlich über seine frühere Spielsucht gesprochen hat, tritt in der Kampagne gemeinsam mit dem Influencer Noah Zeeuw auf.

Anstatt für Glücksspiele zu werben, ermutigt die Initiative junge Erwachsene, die möglichen Folgen von Sportwetten zu bedenken und während eines der größten Sportereignisse der Welt fundierte Entscheidungen zu treffen.

Die Aufklärungskampagne ist Teil einer umfassenderen Strategie der Aufsichtsbehörde, die strengere Durchsetzungsmaßnahmen gegen lizenzierte Anbieter mit öffentlicher Aufklärung kombiniert, um glücksspielbedingte Schäden zu reduzieren.

Weitreichende Auswirkungen auf das Glücksspielmarketing

Der Fall TonyBet verdeutlicht, dass die Aufsichtsbehörden Glücksspielwerbung zunehmend anhand ihres Gesamteindrucks und nicht nur anhand ihres expliziten Inhalts bewerten.

Für lizenzierte Anbieter zeigt die Entscheidung, dass visuelle Hinweise wie Trikotdesigns, Rückennummern oder charakteristische Erscheinungsbilder ausreichen können, um die Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörden auf sich zu ziehen, wenn sie eine offensichtliche Verbindung zu bekannten Sportlern herstellen.

Da sich die Vorschriften für Glücksspielwerbung in ganz Europa weiterentwickeln, wird von den Anbietern erwartet, dass sie ihre Werbematerialien sorgfältig prüfen, um die Einhaltung der lokalen Rechtsvorschriften sicherzustellen. Kreative Ansätze, die auf Sportpersönlichkeiten anspielen, ohne diese direkt zu verwenden, können je nach dem geltenden regulatorischen Rahmen dennoch unter die Werbebeschränkungen fallen.

Insbesondere für den niederländischen Markt bekräftigt die jüngste Maßnahme der KSA ihr Engagement für die Aufrechterhaltung strenger Werbestandards, während der Verbraucherschutz bei großen internationalen Sportveranstaltungen weiterhin Priorität hat.

Fazit

Das Vorgehen der KSA gegen TonyBet verdeutlicht die weit gefasste Auslegung der niederländischen Beschränkungen für Glücksspielwerbung mit Vorbildern durch die Aufsichtsbehörde. Mit der Feststellung, dass erkennbare visuelle Bezüge zu berühmten Fußballern als verbotene Werbung gelten können, hat die Behörde weitere Klarheit darüber geschaffen, wie die Vorschriften in der Praxis durchgesetzt werden.

Angesichts der anhaltend verstärkten Aufsicht während hochkarätiger Sportturniere wird von lizenzierten Anbietern erwartet, dass sie sicherstellen, dass alle Werbekampagnen nicht nur dem Wortlaut der Vorschriften entsprechen, sondern auch deren beabsichtigtem Zweck, nämlich der Einschränkung von Glücksspielwerbung, die gefährdete Zielgruppen ansprechen könnte.

Häufig gestellte Fragen

Welche Maßnahmen hat die niederländische Aufsichtsbehörde gegen TonyBet ergriffen?
Die niederländische Glücksspielbehörde (KSA) wies TonyBet an, eine Werbung zu entfernen, die ihrer Ansicht nach gegen die niederländischen Vorschriften zur Verwendung von Vorbildern in der Glücksspielwerbung verstieß. Nach Angaben der Aufsichtsbehörde kam der Betreiber dieser Aufforderung umgehend nach.

Warum wurde die Werbung von TonyBet als regelwidrig eingestuft?
Obwohl in der Werbung keine tatsächlichen Fußballspieler zu sehen waren, kam die KSA zu dem Schluss, dass die Trikotnummern, Nationaltrikots und körperlichen Merkmale der Figuren eindeutig auf bekannte internationale Profifußballer verwiesen und diese für die Zuschauer erkennbar machten.

Was beinhaltet das niederländische Verbot von Vorbildern in der Glücksspielwerbung?
Das niederländische Verbot untersagt lizenzierten Glücksspielanbietern, Vorbilder – darunter Prominente, Influencer und Profisportler – in der Glücksspielwerbung einzusetzen, um die Attraktivität der Glücksspielwerbung für gefährdete Gruppen zu verringern.

Gilt das Verbot nur für echte Sportler, die in Werbespots auftreten?
Nein. Die KSA hat klargestellt, dass das Verbot auch erkennbare Anspielungen auf berühmte Sportler umfasst. Werbespots, die eindeutig an bekannte Persönlichkeiten erinnern, ohne diese direkt zu zeigen, können dennoch gegen die Vorschriften verstoßen.

Wann wurde das Vorbildverbot in den Niederlanden eingeführt?
Das Verbot des Einsatzes von Vorbildern in Glücksspielwerbung trat im Juli 2022 in Kraft. Später folgten weitere Einschränkungen für nicht zielgerichtete Glücksspielwerbung und Sportsponsoring.

Warum verstärkt die KSA die Überwachung während großer Sportveranstaltungen?
Große Turniere wie die FIFA-Weltmeisterschaft führen in der Regel zu einer höheren Wettaktivität und vermehrter Glücksspielwerbung. Die KSA verstärkt ihre Aufsicht in diesen Zeiträumen, um sicherzustellen, dass lizenzierte Anbieter die niederländischen Glücksspielgesetze einhalten.

Wurde TonyBet wegen der Werbung mit einer Geldstrafe belegt?
Die KSA teilte mit, dass TonyBet die Werbung nach einer entsprechenden Aufforderung entfernt habe. Die Aufsichtsbehörde hat im Zusammenhang mit diesem konkreten Fall keine Geldstrafe verhängt.

Wer wird durch die niederländischen Beschränkungen für Glücksspielwerbung geschützt?
Die Vorschriften sollen Minderjährige, junge Erwachsene, gefährdete Spieler und Menschen, die unter spielbedingten Schäden leiden, schützen, indem sie Werbung einschränken, die zur Teilnahme am Glücksspiel anregen könnte.

Welche Aufklärungskampagne hat die KSA während der Weltmeisterschaft durchgeführt?
Neben ihren Durchsetzungsmaßnahmen startete die KSA eine Aufklärungskampagne mit dem ehemaligen Fußballspieler Glenn Helder und dem Influencer Noah Zeeuw, um auf die mit Sportwetten verbundenen Risiken hinzuweisen, insbesondere bei jungen Erwachsenen.

Was bedeutet dieser Fall für Glücksspielanbieter?
Die Entscheidung zeigt, dass Glücksspielanbieter alle Werbeinhalte, einschließlich indirekter visueller Bezüge, sorgfältig prüfen müssen. Marketingkampagnen, die eine offensichtliche Verbindung zu berühmten Sportlern oder anderen Vorbildern herstellen, können dennoch gegen die niederländischen Werbebestimmungen verstoßen, selbst wenn diese Personen nicht direkt in Erscheinung treten.

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Ich halte mich gerne kurz. Ich bin ein Schriftsteller, der auch weiß, wie man seine Zeilen reimt. Ich kann Artikel schreiben, sie redigieren und auch einige poetische Zeilen aus meinem Kopf herausschnitzen. Ausbildung B.A. - Englisch, Delhi University, Indien, Abschluss 2017.