Wie die Mehrwertsteuer Maltas Firmen beeinflusst

Wie die Mehrwertsteuer Maltas Firmen beeinflusst

Malta steht vor erheblichen Herausforderungen bei der Anziehung neuer Unternehmen, wobei die Mehrwertsteuer (MwSt.) eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der lokalen Wirtschaftslandschaft spielt. Als Mitglied der Europäischen Union hält sich Malta an spezifische MwSt.-Vorschriften, die die Wettbewerbsfähigkeit seines Marktes beeinflussen können. Dieser Beitrag beleuchtet, wie das derzeitige Mehrwertsteuersystem Geschäftsentscheidungen beeinflusst, welche Auswirkungen es auf Unternehmer hat und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um Maltas Attraktivität als Geschäftsstandort zu steigern – trotz seiner komplexen steuerlichen Rahmenbedingungen.

Die Rolle der Mehrwertsteuer in Maltas Bemühungen um neue Unternehmen

Überblick über das MwSt.-System

Das Mehrwertsteuersystem (MwSt.) in Malta ist im Einklang mit den Richtlinien der Europäischen Union strukturiert, die ein umfassendes System zur Besteuerung von Waren und Dienstleistungen vorsehen. Eingeführt als eine Methode zur Generierung staatlicher Einnahmen, wird die Mehrwertsteuer je nach Kategorie der angebotenen Waren oder Dienstleistungen in unterschiedlichen Sätzen erhoben. Der Standardsteuersatz in Malta beträgt derzeit 18 %, mit ermäßigten Sätzen von 5 % und 7 %, die für bestimmte Sektoren wie Gesundheitswesen, Beherbergung und ausgewählte Lebensmittelprodukte gelten. Dieser gestufte Steueransatz dient dem Zweck, Einnahmen zu sichern und gleichzeitig die Erschwinglichkeit lebenswichtiger Güter und Dienstleistungen zu gewährleisten.

Darüber hinaus ermöglicht das maltesische MwSt.-System Unternehmen die Rückforderung der Vorsteuer auf Einkäufe, wodurch die steuerliche Belastung der Betriebskosten verringert wird. Dieser Mechanismus unterstützt nicht nur den Cashflow der Unternehmen, sondern fördert auch die Einhaltung der Vorschriften, da Unternehmen dazu motiviert werden, ihre Transaktionen genau zu dokumentieren. Infolgedessen ist die MwSt. ein integraler Bestandteil der maltesischen Wirtschaft und beeinflusst die Preisstrategien sowie die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen auf dem Markt.

Historischer Kontext der Einführung der MwSt.

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung Maltas markierte die Einführung der MwSt. einen bedeutenden Wandel in der Finanzpolitik des Landes. Die Mehrwertsteuer wurde erstmals 1995 eingeführt und ersetzte das damalige Umsatzsteuersystem, wodurch sich Malta stärker an die Standards der Europäischen Union annäherte – insbesondere nach dem Beitritt zur EU im Jahr 2004. Ziel dieser Umstellung war es, das Steuersystem transparenter zu gestalten und die Steuerbasis auf zuvor nicht besteuerte Dienstleistungen auszudehnen, was die wirtschaftliche Landschaft Maltas modernisierte.

Historische Belege zeigen, dass der Übergang zur MwSt. durch die Notwendigkeit motiviert war, die maltesischen Steuergesetze an die EU-Vorschriften anzugleichen, um den Handel und die wirtschaftliche Integration unter den Mitgliedsstaaten zu erleichtern. Im Laufe der Jahre hat das maltesische MwSt.-System mehrere Anpassungen erfahren, die die Absicht der Regierung widerspiegeln, auf wirtschaftliche Herausforderungen und sich verändernde Marktbedingungen zu reagieren. Während Malta weiterhin daran arbeitet, neue Unternehmen anzuziehen, bleibt das Verständnis der komplexen MwSt.-Struktur essenziell – denn sie beeinflusst unmittelbar betriebliche Strategien und Investitionsentscheidungen potenzieller Marktteilnehmer.

Auswirkungen der MwSt. auf die Attraktivität für Unternehmen

Die Einführung der Mehrwertsteuer (MwSt.) in Malta hat vielfältige Auswirkungen auf die Anziehung neuer Unternehmen auf die Insel. Obwohl das MwSt.-System als transparente Besteuerungsmethode konzipiert ist, durch die notwendige öffentliche Dienstleistungen finanziert werden, kann es auch potenzielle Investoren und Unternehmer abschrecken. Das Gleichgewicht zwischen wettbewerbsfähigen Steuersätzen und ausreichenden Staatseinnahmen wird zum entscheidenden Faktor bei der Bewertung des Einflusses der MwSt. auf das Geschäftsumfeld in Malta.

Vergleiche mit anderen EU-Ländern

Im Folgenden ist ein Vergleich der MwSt.-Sätze und Regelungen verschiedener EU-Staaten dargestellt. Das maltesische MwSt.-System muss im Kontext dieser unterschiedlichen Ansätze betrachtet werden, da jedes Land unterschiedliche Strategien zur Gewinnung von Unternehmensinvestitionen verfolgt.

Vergleich der MwSt.-Sätze in ausgewählten EU-Ländern

Land Standard-MwSt.-Satz (%)
Malta 18
Deutschland 19
Frankreich 20
Irland 23
Bulgarien 20

Auswirkungen auf Startups und KMU

Geschäftsgründungen, insbesondere Startups und kleine bis mittelständische Unternehmen (KMU), sehen sich oft mit besonderen Herausforderungen bei der Navigation durch das MwSt.-Regelwerk konfrontiert. Die Kosten für die Einhaltung der Vorschriften – von der Registrierung bis zur Erhebung der Mehrwertsteuer – können für junge Unternehmen, die noch ihre Marktposition aufbauen, erheblich sein. Während diese Unternehmen nach Wachstum streben, können die administrativen Anforderungen der MwSt. sie von ihren Kernaktivitäten und strategischen Zielen ablenken, was das Gründungsumfeld in Malta weniger attraktiv erscheinen lässt.

Zudem erschwert der Einfluss der Mehrwertsteuer auf Preisstrategien die Situation für Startups und KMU zusätzlich, da sie mit etablierten Unternehmen konkurrieren müssen, die Skalenvorteile nutzen können. Höhere Betriebskosten durch die MwSt.-Konformität verringern die preisliche Flexibilität dieser Unternehmen, was sie beim Kundenfang benachteiligt. Bei der Wahl eines Standorts für Expansion ziehen Unternehmer möglicherweise Rechtsräume mit effizienteren Steuersystemen oder niedrigeren Mehrwertsteuersätzen in Betracht, da diese als förderlicher für den Unternehmenserfolg wahrgenommen werden. In diesem Zusammenhang muss Malta seine MwSt.-Politik kontinuierlich bewerten und anpassen, um im größeren EU-Wettbewerbsumfeld attraktiv zu bleiben.

Herausforderungen für neue Unternehmen

Eine der größten Hürden, denen neue Unternehmen beim Eintritt in den maltesischen Markt begegnen, sind die vielfältigen Kosten im Zusammenhang mit der Einhaltung der Vorschriften zur Mehrwertsteuer (MwSt). Diese Kosten beinhalten häufig Ausgaben für die Einstellung qualifizierter Buchhalter, den Kauf von Buchhaltungssoftware sowie Schulungen für Mitarbeiter, um die Einhaltung der MwSt-Vorschriften sicherzustellen. Darüber hinaus müssen Unternehmen Ressourcen für die kontinuierliche Überwachung und Aktualisierung ihrer Finanzunterlagen bereitstellen, was gerade für Start-ups mit begrenztem Budget eine finanzielle Belastung darstellen kann. Für viele Unternehmer wirkt die Aussicht, die MwSt-Pflichten eigenständig zu bewältigen, abschreckend und hindert sie daran, ihre Geschäftsideen vollständig umzusetzen.

Kosten der Einhaltung

Ein Aspekt, der die Einhaltung der MwSt-Vorschriften erschwert, sind die unterschiedlichen Steuersätze und Regelungen, die für verschiedene Waren- und Dienstleistungsarten gelten. Neue Unternehmen müssen sich durch diese Komplexitäten navigieren, um kostspielige Strafen zu vermeiden und ihre steuerlichen Verpflichtungen in Malta korrekt zu erfüllen. Dies führt häufig zu höheren Anfangsinvestitionen und laufenden Betriebskosten, die das Wachstumspotenzial beeinträchtigen können. Auch die Auslegung und Anwendung der MwSt-Gesetzgebung erfolgt nicht immer einheitlich, was zu weiterer Verwirrung und zusätzlichen Herausforderungen bei der Einhaltung führen kann.

Wahrnehmungsprobleme und Markteintritt

Unternehmen, die den Eintritt in den maltesischen Markt planen, stoßen oft auf Wahrnehmungsprobleme im Hinblick auf das regulatorische Umfeld. Zwar hat sich Malta als attraktiver Standort für viele Branchen etabliert – insbesondere in Bereichen wie Gaming und Fintech – doch Neueinsteiger empfinden das MwSt-System häufig als schwerfällig und befürchten bürokratische Hürden. Diese Wahrnehmung kann Markteintrittsbarrieren schaffen und innovative Unternehmen davon abhalten, sich in Malta niederzulassen. Darüber hinaus können negative Assoziationen mit der Verwaltung der Mehrwertsteuer den ansonsten attraktiven Standort Malta überschatten, der eigentlich Vorteile wie eine qualifizierte Arbeitskraft und eine strategisch günstige Lage bietet.

Der Umgang mit der lokalen MwSt-Regelung

Die Einhaltung der MwSt-Vorschriften ist für neue Unternehmen zwar wichtig, kann jedoch Start-ups überfordern, die mit dem lokalen Steuersystem nicht vertraut sind. Die Wahrnehmung eines komplizierten MwSt-Systems kann Unternehmer davon abhalten, Zeit und Ressourcen in den Markteintritt zu investieren. Daher ist es entscheidend, dass Unternehmen aktiv daran arbeiten, diese Herausforderungen zu verstehen und zu meistern. Dazu gehört unter anderem, den Kontakt zu lokalen Steuerbehörden zu suchen und sich professionelle Beratung einzuholen, um negative Wahrnehmungen abzubauen und den Weg in den maltesischen Markt zu erleichtern.

Regierungsinitiativen zur Entlastung bei der MwSt

Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern hat Malta die Notwendigkeit erkannt, die mit der Mehrwertsteuer verbundenen Herausforderungen anzugehen, die neue Unternehmen von einer Ansiedlung abhalten. Die maltesische Regierung hat eine Reihe von Maßnahmen eingeführt, um die MwSt-Belastung für Unternehmen zu verringern und ein unternehmensfreundlicheres Umfeld zu schaffen. Diese Initiativen sollen nicht nur den Rahmen für die MwSt vereinfachen, sondern auch finanzielle Entlastung bieten – und damit die Attraktivität Maltas als Wirtschaftsstandort insgesamt steigern.

Anreize für neue Unternehmen

Nachfolgend einige wichtige Anreize, die gezielt darauf ausgerichtet sind, neue Unternehmen nach Malta zu bringen. Die Regierung hat verschiedene Programme zur finanziellen Unterstützung ins Leben gerufen – darunter Zuschüsse und Steuererleichterungen – die speziell für Start-ups und innovative Unternehmen konzipiert sind. Diese Anreize umfassen oft eine Reduzierung oder Befreiung von der MwSt auf bestimmte Investitionen oder Dienstleistungen, die neuen Firmen bereitgestellt werden. So können Ressourcen effizienter eingesetzt und das Wachstum in der Anfangsphase gefördert werden.

Maßnahmen zur Vereinfachung der MwSt

Nachfolgend die wichtigsten Maßnahmen zur Vereinfachung der MwSt, die von der maltesischen Regierung eingeführt wurden, um den Einhaltungsprozess zu optimieren. Ziel dieser Maßnahmen ist es, den bürokratischen Aufwand für neue Unternehmen zu minimieren, sodass sie sich stärker auf ihre Kerntätigkeiten konzentrieren können, anstatt durch komplexe steuerliche Vorschriften aufgehalten zu werden. Vereinfachte Rechnungsstellungsverfahren und ein leichterer Zugang zur MwSt-Registrierung sind einige der zentralen Bestandteile, die eingeführt wurden, um den Verwaltungsaufwand zu reduzieren und ein günstiges Umfeld für wirtschaftliche Aktivitäten zu schaffen.

Unterstützung durch klare Prozesse

Die Komplexität der MwSt-Vorschriften zu verringern, ist ein zentrales Anliegen der maltesischen Regierung. Durch vereinfachte Verfahren und klarere Leitlinien zur MwSt-Pflicht können neue wie auch bestehende Unternehmen ihren steuerlichen Verpflichtungen effizienter nachkommen. Dieses unterstützende System ebnet nicht nur den Weg für reibungslosere Geschäftsabläufe, sondern fördert auch lokale und internationale Investitionen – und stärkt damit letztlich Maltas Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Markt.

Zukünftige Entwicklungen in der MwSt-Politik

Ein genauer Blick auf die zukünftige Entwicklung der MwSt-Politik in Malta lohnt sich, denn aktuelle Diskussionen deuten darauf hin, dass die Regierung verschiedene Reformen in Betracht zieht, um das Geschäftsumfeld weiter zu verbessern. Solche möglichen Anpassungen könnten sich auf eine Vereinfachung des MwSt-Registrierungsprozesses, auf Befreiungen für Start-ups oder eine Neubewertung der aktuellen MwSt-Sätze für bestimmte Sektoren konzentrieren. Angesichts eines zunehmend wettbewerbsorientierten globalen Wirtschaftsraums wächst der Bedarf an einem flexiblen MwSt-System, das sich schnell an neue Marktrealitäten anpassen kann.

Mögliche Reformen und Anpassungen

Nachfolgend einige der erwarteten Reformen, die die MwSt-Landschaft in Malta verändern könnten. Die Behörden könnten beispielsweise prüfen, ob bestehende MwSt-Befreiungen, die lokale Unternehmen benachteiligen, überarbeitet werden sollten, um den rechtlichen Rahmen stärker an die bewährten Praktiken anderer EU-Mitgliedstaaten anzugleichen. Darüber hinaus könnte ein Umstieg auf digitale MwSt-Lösungen die Kosten der Einhaltung senken und die Steuererhebung effizienter und transparenter gestalten.

Prognosen für das Unternehmenswachstum

Mit Blick auf das zukünftige Wachstum von Unternehmen in Malta prognostizieren Analysten, dass eine verstärkte Fokussierung auf MwSt-Reformen eine zentrale Rolle bei der Ansiedlung neuer Firmen auf der Insel spielen könnte. Durch die Überarbeitung bestehender Regelungen und die Einführung günstigerer steuerlicher Rahmenbedingungen könnte sich Malta als attraktiverer Standort für ausländische Investitionen und unternehmerische Tätigkeiten positionieren. Derartige Veränderungen dürften die Wirtschaft ankurbeln und neue Arbeitsplätze schaffen, wodurch ein lebendiges unternehmerisches Ökosystem gefördert wird.

Zum Beispiel könnte Malta durch die Einführung niedrigerer MwSt-Sätze oder durch günstige Rahmenbedingungen für aufstrebende Branchen wie Technologie und erneuerbare Energien erhebliches Interesse von Start-ups wie auch etablierten Unternehmen auf sich ziehen. Ein dynamisches MwSt-System könnte das gesamte Geschäftsklima verbessern, Innovationen fördern und Investitionen anziehen. Durch eine durchdachte MwSt-Reform und mehr Wettbewerbsfähigkeit hat Malta das Potenzial, sein Wirtschaftswachstum zu steigern und sich als unternehmensfreundlicher Standort im Mittelmeerraum zu festigen.

Fallstudien

Um die Auswirkungen der Mehrwertsteuer (MwSt) auf Maltas Fähigkeit zur Anziehung neuer Unternehmen besser zu verstehen, ist es entscheidend, verschiedene Fallstudien zu betrachten, die sowohl Erfolge als auch Herausforderungen innerhalb dieses Umfelds beleuchten. Diese Fallbeispiele liefern wertvolle Einblicke in die weiterreichenden Folgen der MwSt-Politik und deren Einfluss auf geschäftliche Entscheidungen in Malta.

Fallstudie 1

Ein bedeutendes multinationales Technologieunternehmen ließ sich 2018 in Malta nieder und profitierte von einem Körperschaftssteuersatz von 5 %. Die Mehrwertsteuer stellte jedoch logistische Herausforderungen dar, was zu einer Neubewertung der betrieblichen Strategien führte.

Fallstudie 2

Ein europäisches Start-up im E-Commerce verzeichnete im ersten Jahr einen Anstieg der Betriebskosten um 15 %, der auf die Einhaltung der MwSt-Vorgaben zurückgeführt wurde. Dies wirkte sich auf Preisstrategien und Umsatzerwartungen aus.

Fallstudie 3

Ein internationales Gaming-Unternehmen, das seinen Hauptsitz nach Malta verlegte, erzielte im ersten Jahr einen Gewinnanstieg von 300 %. Im Laufe der Zeit wuchs jedoch die Unzufriedenheit über die MwSt-Sätze auf Dienstleistungen, was zu Überlegungen über eine Verlagerung in günstigere Jurisdiktionen führte.

Fallstudie 4

Ein Finanzdienstleistungsunternehmen bewertete die MwSt als Wettbewerbsnachteil, der Maltas Attraktivität im Vergleich zu Offshore-Zentren mit minimalen oder gar keinen MwSt-Regelungen verringerte.

Fallstudie 5

Ein lokales Produktionsunternehmen berichtete über einen Rückgang der Exporte um 20 % aufgrund von MwSt-Komplikationen mit ausländischen Kunden – ein Beispiel für die Herausforderungen international handelnder Firmen.

Erfolgreiche ausländische Unternehmen in Malta

Bevor man sich den Herausforderungen rund um die Mehrwertsteuer widmet, ist es wichtig, erfolgreiche ausländische Firmen hervorzuheben, die im maltesischen Geschäftsumfeld florieren. Ein bemerkenswertes Beispiel ist ein Biotechnologieunternehmen, das vor einigen Jahren gegründet wurde und von Maltas günstigen steuerlichen Anreizen sowie einer qualifizierten Arbeitskraft profitiert hat. Dieses Unternehmen meldet ein kontinuierliches jährliches Wachstum von 25 % und leistet damit einen erheblichen Beitrag zur lokalen Wirtschaft. Es zeigt, wie strategische Ausrichtung auf Maltas Rahmenbedingungen zum Erfolg führen kann.

Ein weiteres Beispiel ist ein bekanntes Gaming-Unternehmen, das Hunderte von Arbeitsplätzen geschaffen und massiv in die lokale Infrastruktur investiert hat – ein weiterer Beweis für Maltas Rolle als Zentrum der Gaming-Branche.

Darüber hinaus verzeichnet der Bereich der Filmproduktion einen Aufschwung ausländischer Investitionen. Namhafte Produktionen profitieren von MwSt-Erstattungen und Steuervergünstigungen, die die maltesische Regierung anbietet. Dieses Ökosystem zieht nicht nur internationales Talent an, sondern fördert auch die Zusammenarbeit mit lokalen Branchen. Es entsteht ein starkes Netzwerk von Dienstleistungen, das das gesamte Geschäftsumfeld in Malta bereichert.

Erkenntnisse aus Rückzügen und Misserfolgen

Untersuchungen zeigen, dass aus dem Rückzug oder Scheitern einiger Unternehmen in Malta wichtige Lehren gezogen werden können – viele davon stehen im Zusammenhang mit der Mehrwertsteuer. In zahlreichen Fällen lag das Scheitern darin begründet, dass die Unternehmen Schwierigkeiten hatten, sich innerhalb des regulatorischen Rahmens zurechtzufinden, der nicht zu ihren Geschäftsmodellen passte. Besonders in Branchen mit hohem Anteil an grenzüberschreitenden Transaktionen wurde die MwSt als erhebliche Belastung empfunden.

Potenzial zur Verbesserung durch politische Anpassungen

Ein vertieftes Verständnis der Probleme, mit denen ausstiegswillige Unternehmen konfrontiert waren, kann politischen Entscheidungsträgern helfen, die MwSt-Rahmenbedingungen neu zu bewerten und besser an die Bedürfnisse der Unternehmen anzupassen. Dazu gehören unter anderem vereinfachte Verfahren zur Einhaltung der Vorschriften, klarere Kommunikation zu MwSt-Richtlinien sowie maßgeschneiderte Anreize, die die branchenspezifischen Herausforderungen berücksichtigen. Durch das Lernen aus diesen Erfahrungen kann Malta seine Attraktivität für neue Unternehmen erhöhen und ein unternehmensfreundlicheres Umfeld für nachhaltiges Wachstum und Investitionen schaffen.

Abschließende Worte

Die Navigation durch das komplexe System der Mehrwertsteuer (MwSt) stellt für Malta eine besondere Herausforderung dar, wenn es darum geht, neue Unternehmen anzuziehen. Das MwSt-System kann oft ein schwerfälliges regulatorisches Umfeld schaffen, das insbesondere kleine und mittlere Unternehmen abschreckt. Zwar profitiert Malta im Vergleich zu anderen europäischen Ländern von einem relativ niedrigen MwSt-Satz, doch die damit verbundenen Anforderungen an die Einhaltung der Vorschriften werden häufig als Hürde wahrgenommen. Unternehmen, die über eine Ansiedlung in Malta nachdenken, müssen daher eine umfassende Bewertung der steuerlichen Auswirkungen neben operativen Kosten und Marktperspektiven vornehmen.

Zudem ist es für Malta auf seinem Weg, sich als Geschäftsstandort innerhalb der Europäischen Union zu etablieren, unerlässlich, dass politische Entscheidungsträger die MwSt-Rahmenbedingungen fortlaufend überprüfen und weiterentwickeln. Effizientere Prozesse, weniger bürokratische Hindernisse und gezielte Anreize könnten Maltas Position in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt weiter stärken. In diesem Kontext ist es entscheidend, das Zusammenspiel zwischen MwSt-Vorschriften und Unternehmensentwicklung zu verstehen, um ein Umfeld zu schaffen, in dem Unternehmertum gedeihen und zur wirtschaftlichen Stärke des Landes beitragen kann.

FAQs

Wie hoch ist der Standard-Mehrwertsteuersatz in Malta?
Der Standard-Mehrwertsteuersatz in Malta beträgt 18 %. Für bestimmte Bereiche gelten reduzierte Sätze von 5 % und 7 %.

Wie beeinflusst die Mehrwertsteuer Startups in Malta?
Die Mehrwertsteuer verursacht hohen Verwaltungsaufwand und Kosten, was für Startups eine große Einstiegshürde darstellt.

Seit wann gibt es die Mehrwertsteuer in Malta?
Die Mehrwertsteuer wurde 1995 in Malta eingeführt und ersetzte die frühere Verkaufssteuer, um EU-Richtlinien zu entsprechen.

Wie schneidet Malta im EU-Vergleich der Mehrwertsteuer ab?
Mit 18 % liegt Malta unter dem Durchschnitt, z. B. unter Irland (23 %) und Frankreich (20 %).

Können Unternehmen in Malta Vorsteuer abziehen?
Ja, Unternehmen in Malta können die Vorsteuer auf betriebliche Einkäufe geltend machen und dadurch Kosten senken.

Warum wird die Mehrwertsteuer als Hindernis für neue Firmen gesehen?
Der hohe Aufwand für Registrierung, Buchhaltung und Berichterstattung schreckt besonders kleinere Unternehmen ab.

Welche Förderungen bietet die Regierung Maltas für neue Unternehmen?
Es gibt Zuschüsse, Steuervergünstigungen und teilweise Mehrwertsteuerbefreiungen für innovative oder junge Unternehmen.

Gibt es Maßnahmen zur Vereinfachung der Mehrwertsteuer?
Ja, vereinfachte Verfahren für Rechnungsstellung und Registrierung wurden eingeführt, um die Verwaltung zu erleichtern.

Welche Branchen profitieren von reduzierten Mehrwertsteuersätzen?
Gesundheitswesen, Tourismus und bestimmte Lebensmittelkategorien unterliegen ermäßigten Steuersätzen.

Welche Reformen zur Mehrwertsteuer sind in Malta geplant?
Geplant sind digitale Lösungen, vereinfachte Registrierungsprozesse und Sektor-spezifische Steueranpassungen.

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Ich bin ein professioneller Autor mit 8 Jahren Erfahrung in diesem Bereich und kann Ihnen die besten Inhalte liefern, die Sie finden können. Ausbildung B.A. - Englisch, George Washington University, Vereinigte Staaten, Abschluss 2011.