Aideen Shortt, die CGA und die Fassade der Reform

Warum Curaçaos Glücksspielreform eher kritisch betrachtet werden sollte als mit Beifall bedacht!
Curaçaos lang erwartete Glücksspielreform wurde als Wendepunkt für die regulatorische Glaubwürdigkeit der Insel präsentiert. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch kein struktureller Fortschritt, sondern vielmehr systemische Verleugnung, Interessenkonflikte und performative Aufsicht.
Hinter den glanzvollen Präsentationen auf internationalen Glücksspielmessen und den stetigen Pressemitteilungen verbirgt sich eine Reform, die voller Widersprüche steckt.
Im Mittelpunkt dieses Regulierungstheaters steht Frau Aideen Shortt, eine langjährige Branchenberaterin, deren jüngster Auftritt in einer deutschen Investigativdokumentation dringende Fragen zur Legitimität der Reformerzählung aufwirft. Diese Dokumentation: „Suchtgeschäft. Doku über illegale Online-Casinos” (übersetzt: „Das Suchtgeschäft: Doku über illegale Online-Casinos”), die am 6. Juli 2025 ausgestrahlt wurde, bietet den vielleicht direktesten und ungefiltertesten Einblick in die wahren Absichten hinter dem Rebranding von Curaçao.
Die aufgezeichneten Aussagen von Aideen Shortt: Verkauf von Flexibilität, nicht von Integrität!
In einem aufgezeichneten Gespräch ARD Doku – Suchtgeschäft. Doku über illegale Online-Casinos (52 Min) von Minute 28:00 bis 31:30 der ARD/SWR-Dokumentation diskutiert Frau Shortt, die als Seniorberaterin der CGA und Beraterin des Finanzministeriums vorgestellt wird, den Regulierungsansatz von Curaçao mit einem Undercover-Reporter, der sich als Affiliate ausgibt, der Glücksspielangebote in eingeschränkten Gerichtsbarkeiten wie Deutschland bewerben möchte.
Sie erklärt, dass das Glücksspiel-Regelwerk von Curaçao „absichtlich schwach” sei, um Geschäftsinteressen entgegenzukommen, und fügt hinzu: „Wir verkaufen hier keine Seife”, um das Fehlen durchsetzbarer Standards zu rechtfertigen. Anstatt Betreibern zu verbieten, auf eingeschränkte Märkte abzuzielen, erklärt sie, dass die Politik der CGA darin bestehe, den Betreiber zu fragen, was er vorhabe, und ihm dann „zu sagen, was nicht möglich ist” – eine Logik, die das Grundprinzip einer regelbasierten Regulierung auf den Kopf stellt.
Auf die Frage nach Ländern wie Frankreich, Spanien und Deutschland antwortet Shortt selbstbewusst, dass Curaçao ihnen keine Beschränkungen auferlegt. Das einzige Land, das ihrer Aussage nach tabu ist, ist Nordkorea.
Allein dieses Gespräch, das im öffentlichen Raum der SiGMA World-Konferenz in Malta stattfand, widerlegt jede Vorstellung, dass die CGA versucht, ihr Lizenzsystem mit den Erwartungen der EU oder der FATF in Einklang zu bringen. Es deutet vielmehr auf eine Regulierungsbehörde hin, die ihre eigenen Compliance-Grenzen nach den Bedürfnissen der Betreiber definiert.
Die Sprache von Frau Shortt ist nicht die Sprache einer Reformerin. Es ist die Stimme von jemandem, der potenziellen Kunden versichert, dass trotz der Schlagzeilen über Reformen die zugrunde liegende Freizügigkeit intakt bleibt.
„Wenn Sie ein anderes Land betrügen, betrügen Sie uns“: ein aufschlussreicher Widerspruch…
Shortts Äußerungen in Minute 29:40 sind besonders aufschlussreich. Sie betont, dass die Beziehung zwischen der CGA und den Betreibern auf Vertrauen beruht, und erklärt: „Wenn Sie ein anderes Land betrügen, betrügen Sie uns.“ Aber weit davon entfernt, eine Warnung zu sein, ist ihre Bemerkung als eine Frage des Reputationsmanagements und nicht als rechtliche Konsequenz formuliert. Ihre Logik impliziert, dass Curaçao wegschaut, solange die Betreiber keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Sie geht sogar noch weiter und argumentiert, dass die CGA ein ausdrückliches Verbot von Märkten ablehnt, weil „wir Ihrem Geschäft nicht schaden wollen“. Sie bezeichnet Deutschland und Österreich sogar als „problematisch“, nur weil es dort „opportunistische“ Anwälte gibt, und verweist dabei auf laufende Rechtsstreitigkeiten gegen Plattformen mit Curaçao-Lizenz.
Anschließend verweist sie auf Maltas Gesetzentwurf 55 und schlägt vor, dass Curaçao etwas Ähnliches einführen sollte, um Lizenznehmer vor grenzüberschreitender Strafverfolgung zu schützen.
Dass Frau Shortt als direkte Beraterin des Finanzministeriums tätig ist und gleichzeitig aktiv Schlupflöcher und Reputationsarbitrage fördert, wirft ernsthafte Fragen zur Unternehmensführung auf. In den meisten regulatorischen Umfeldern würde ein solches Verhalten eine Suspendierung oder eine formelle Untersuchung rechtfertigen. In Curaçao scheint es einen Beratungsvertrag zu rechtfertigen.
Shortts E-Mail-Entgegnung: Leugnung ohne Bezug zur Realität!
Als ARD/SWR mit einer schriftlichen Bitte um Klarstellung nachhakte, antwortete Frau Shortt im Namen der CGA und „wies entschieden zurück”, dass der Spielerschutz in Curaçao unzureichend sei. Sie verwies auf Reformen im Rahmen der Nationalen Verordnung für Glücksspiele (LOK) und behauptete, dass neue Regulierungsinstrumente eingeführt worden seien, um die Aufsicht zu verbessern.
Ihre früheren Aussagen, die ohne Zwang oder Falschdarstellung aufgezeichnet wurden, erzählen jedoch eine andere Geschichte. Der Dokumentarfilm stellt ihre öffentliche Leugnung sorgfältig ihren offenen Äußerungen auf der Konferenz gegenüber und macht deutlich, dass die Reformen der CGA zwar technisch umgesetzt wurden, aber nicht ernsthaft und unabhängig durchgesetzt werden.
In der Praxis gibt es nach wie vor keine Anzeichen für ein funktionierendes Compliance-System in Curaçao, sondern lediglich die Simulation eines solchen.
Lizenzierung als rechtliche Umgehungslösung: So beschreiben Branchenakteure Curaçao.
Der Dokumentarfilm enthält auch Aussagen anderer SiGMA-Teilnehmer, die dieselben Bedenken bekräftigen. In Minute 24:30 erklärt ein europäischer Spielautomatenanbieter offen, dass seine Spiele deutschen Spielern über in Curaçao lizenzierte Websites zur Verfügung stehen. Er räumt ein, dass dies nach deutschem Recht illegal ist, erklärt aber, dass „es die einzige Möglichkeit ist, in Deutschland Geld zu verdienen“.
In Minute 25:00 beschreibt ein Zahlungsanbieter, wie Transaktionen über Unternehmen abgewickelt werden, die Lizenzen aus Curaçao, einer afrikanischen Insel (Anjouan) oder von nordamerikanischen Ureinwohnern (Kahnawake) nutzen.
Und in Minute 48:00 sagt ein Vertriebsagent den Reportern, dass sie sich an Anjouan wenden sollten, wenn sie eine Lizenz „ohne jegliche Regulierung“ wünschen.
Auffällig ist, dass diese Gespräche in unmittelbarer Nähe zum Messestand der CGA stattfinden, ohne dass es zu Einwänden oder Widersprüchen kommt. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass die CGA gegen solche Aussagen Einspruch erhoben oder versucht hätte, klarzustellen, dass ihre Lizenz keine Aktivitäten in regulierten EU-Märkten erlaubt. Wenn die Regulierungsbehörde mit dieser Auslegung ihrer Befugnisse nicht einverstanden ist, muss sie dies noch nachweisen.
Nardy Cramm: Die Journalistin, die das System aufgedeckt hat und dafür bezahlen musste
Ab Minute 34 enthält der Dokumentarfilm einen ausführlichen und sehr persönlichen Bericht von Nardy Cramm, einer der engagiertesten investigativen Stimmen gegen das Glücksspielregime auf Curaçao. Frau Cramm, die früher auf der Insel lebte, leitet SBGOK und setzte sich mit der Knipselkrant Curaçao gegen die Rolle von Treuhandbüros, Politikern und undurchsichtigen Finanzstrukturen ein, die unter dem Deckmantel der Regulierung das Online-Glücksspiel erleichterten.
Nach der Ermordung des Whistleblowers und Politikers Helmin Wiels (einem ausgesprochenen Kritiker der Korruption innerhalb der Regierung von Curaçao und ihrer Verbindungen zur Glücksspielindustrie) floh Frau Cramm 2013 aus dem Land. Seitdem lebt sie untergetaucht und gibt an, aus Angst um ihr Leben in ständiger Furcht zu leben. Trotz dieser Umstände verfolgt sie weiterhin mehr als ein Dutzend Gerichtsverfahren vor den Gerichten von Curaçao, die noch immer anhängig sind.
Ihre Aussage in der Dokumentation deckt die strukturelle Täuschung auf, die dem Lizenzmodell von Curaçao zugrunde liegt. Sie beschreibt, wie lokale Treuhandbüros als Rechtsvertreter für Glücksspielunternehmen fungieren, wodurch die tatsächlichen wirtschaftlichen Eigentümer im Verborgenen bleiben können.
Nach ihren Schätzungen haben im Laufe der Jahre über 20.000 Online-Casinos diese Struktur genutzt und damit jährlich „Hunderte von Milliarden” Umsatz generiert. Sie stellt fest, dass die rund 150.000 Einwohner Curaçaos sich der Größenordnung dieser Geschäfte weitgehend nicht bewusst sind, geschweige denn der damit verbundenen Risiken für die Öffentlichkeit.
Ihre Schlussfolgerung ist eindeutig: Curaçao ist keine Regulierungsbehörde. Es handelt sich um einen „Schutzmechanismus”, der die Illusion der Legalität für Geschäftsmodelle schaffen soll, die einer Überprüfung anderswo nicht standhalten würden.
Was Malta Media zuvor berichtet hat:
Dies ist nicht das erste Mal, dass Malta Media Bedenken hinsichtlich der Reformagenda von Curaçao äußert. In „Curaçaos vorgetäuschte Neugestaltung?“ haben wir die Verlängerung des UBO-Registers bis zum 26. Juni 2025 untersucht und festgestellt, dass es keinerlei Details zur Durchsetzung gibt.
Historische UBOs werden möglicherweise nie offengelegt. Know-Your-Customer-Prüfungen (KYC) bleiben undefiniert. Die CGA selbst räumte ein, dass viele Lizenzantragsteller keine vollständigen Unterlagen eingereicht hatten, dennoch erteilte sie weiterhin Verlängerungen an nicht konforme Betreiber.
In „Curaçaos neue Glücksspielregeln: Geldschneiderei oder echte Reform?” haben wir die Gebührenstruktur und die Beschwerdebearbeitungsmechanismen des LOK-Gesetzes analysiert. Während die CGA behauptet, Verbraucherschutzmaßnahmen einzuführen, können die Betreiber weiterhin ihre eigenen ADR-Stellen frei wählen, und den Spielern bleiben keine sinnvollen Rechtsmittel. Das ADR-Verfahren ist unverbindlich, nicht unabhängig und dient in erster Linie als Verzögerungsmechanismus.
In „CGA verlängert vorläufige Lizenzen nach dem LOK-Gesetz” haben wir die Entscheidung überprüft, vorläufige Lizenzen trotz weit verbreiteter Nichteinhaltung zu verlängern. Die CGA begründete dies damit, dass sie „Zusammenarbeit und Aufklärung” gegenüber Sanktionen den Vorzug gebe. Diese Toleranz geht jedoch zu Lasten der Integrität.
In unserem früheren Artikel „Curaçao Gaming Licenses: What a Spectacular Sh*t Show” haben wir den Zusammenbruch des Master-Lizenzsystems und das darauf folgende Chaos dokumentiert. Versprochene Direktlizenzen wurden verzögert. Tausende von Betreibern blieben in der Schwebe. Und weit entfernt von Transparenz schloss die CGA ihr Bewerbungsportal unter Berufung auf „notwendige Aktualisierungen”.
Schließlich haben wir in „Korruption schürt die Glücksspielkrise auf Curaçao” untersucht, wie die Führung der CGA (insbesondere Persönlichkeiten wie Cedric Pietersz und Frau Shortt) aktiv zur Aufrechterhaltung der Kultur der Geheimhaltung beigetragen hat. Wir haben die tiefgreifende Verflechtung von Treuhandbüros, Regierungsberatern und Plattformbetreibern untersucht, von denen viele offenbar frei zwischen ihren Rollen wechseln.
Die passive Rolle der CGA: Lizenzierung ohne Durchsetzung!
Ein besonders bemerkenswertes Beispiel ist BC.Game, eine hochkarätige Krypto-Glücksspielplattform, die unter einer Curaçao-Lizenz betrieben wird und erhebliche regulatorische Bedenken in mehreren Gerichtsbarkeiten hervorgerufen hat. Zu den Vorwürfen gegen BC.Game gehörten die Ausrichtung auf Spieler in eingeschränkten Märkten, mangelnde Transparenz bei den KYC-Verfahren und die Verwendung von Kryptowährungen zur Verschleierung von Zahlungsströmen.
Obwohl diese Probleme öffentlich bekannt waren und von Compliance-Beauftragten gemeldet wurden, ergriff die Curaçao Gaming Authority keine sichtbaren Durchsetzungsmaßnahmen. Die CGA suspendierte weder die Lizenz noch verhängte sie Sanktionen, sondern schwieg, während der Betreiber seine Aktivitäten in fragwürdigen Märkten fortsetzte.
Forderung nach Rechenschaftspflicht: Das Finanzministerium muss jetzt Ermittlungen einleiten!
Es reicht nicht mehr aus, dass Minister Javier Silvania Zusicherungen macht und dabei substanzielle Fragen ausweicht. Der Reformprozess der CGA ist nicht glaubwürdig. Die Aussagen von Frau Shortt, die mangelnde Durchsetzung gegenüber nicht konformen Akteuren und die wiederholten Verzögerungen bei der Umsetzung haben die gesamte Struktur untergraben.
Das Finanzministerium muss eine unabhängige Untersuchung sowohl der Führungs- als auch der Beratungsstrukturen der CGA einleiten. Diese sollte eine Überprüfung aller Beraterverträge, die Offenlegung von Interessenkonflikten und eine vollständige Prüfung aller Lizenzvergabeentscheidungen seit Beginn des LOK-Übergangs umfassen.
Abschließende Gedanken: Das Risiko der internationalen Isolation
Solange Curaçao diese Probleme nicht direkt angeht, wächst das Risiko einer internationalen Verurteilung. Die Financial Action Task Force (FATF) und die europäischen Regulierungsbehörden werden die Reformen auf dem Papier nicht länger akzeptieren, wenn sie nicht mit einer nachweisbaren Durchsetzung einhergehen. Ein Regulierungsmodell, das versteckte Eigentumsverhältnisse, Forum Shopping und den unlizenzierten Zugang zu eingeschränkten Märkten zulässt, wird letztendlich an seinen eigenen Widersprüchen scheitern. Wenn diese Passivität den Ansatz Curaçaos in Bezug auf die Aufsicht bestimmt, untergräbt dies den Grundgedanken der Regulierung.
Die Äußerungen von Frau Aideen Shortt, die auf einer Glücksspielkonferenz aufgezeichnet wurden, haben den Vorhang gelüftet. Was dahinter steckt, ist keine Reform. Es ist eine sorgfältig konstruierte Illusion, die nun entlarvt wurde. Wir ermutigen internationale Regulierungsbehörden, Finanzkriminalitätsbekämpfungsstellen und Befürworter des verantwortungsvollen Glücksspiels, sich die ARD-Recherche selbst anzuhören:
🔗 ARD Doku – Suchtgeschäft. Doku über illegale Online-Casinos (52 Min)
Verfügen Sie über Dokumente, Aufzeichnungen oder Kenntnisse über Fehlverhalten der CGA oder ihrer Vertreter?
Wenn Sie über Informationen zu Fehlverhalten, Interessenkonflikten, Versäumnissen der Aufsichtsbehörden oder politisch beeinflussten Lizenzentscheidungen im Zusammenhang mit der Curaçao Gaming Authority, ihren Beratern oder verbundenen Treuhanddienstleistern verfügen, bitten wir Sie, sich zu melden.
Dies umfasst unter anderem:
- Interne E-Mails, Memoranden oder Korrespondenz, die vorsätzliche Versäumnisse der Aufsichtsbehörden oder Marktstrategien offenlegen.
- Beweise für die Einmischung politischer Akteure oder Berater in die Lizenzvergabe oder Streitbeilegung
- Material, das zeigt, dass die CGA wissentlich Betreiber lizenziert hat, die gegen nationale Gesetze verstoßen haben
- Kommunikation im Zusammenhang mit der Verschleierung von wirtschaftlich Berechtigten (UBOs) oder gefälschter Compliance
- Dokumente, die eine Absprache zwischen Treuhandgesellschaften und der CGA belegen
- Beweise im Zusammenhang mit Vergeltungsmaßnahmen oder Einschüchterungen gegen Whistleblower, Journalisten oder
Ihre Vertraulichkeit wird geschützt. Wenn Sie sich über berufliche Konsequenzen oder rechtliche Risiken Sorgen machen, können wir in Zusammenarbeit mit Rechtsexperten und Presseschutzgruppen sichere Kommunikationskanäle, Redaktionsprotokolle oder eine Vermittlung einrichten.
Unser Redaktionsteam unternimmt umfangreiche Schritte, um alle sensiblen Materialien zu überprüfen, zu anonymisieren und verantwortungsbewusst zu behandeln.
Wenn Sie Informationen weitergeben möchten, wenden Sie sich bitte sicher an uns unter: https://malta-media.com/whistleblower/. Ihre Aussagen, Dokumente oder Beweise könnten dazu beitragen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und zukünftige Opfer vor regulatorischer Nachlässigkeit zu schützen.
FAQs
Was wird an der Glücksspielreform Curaçaos kritisiert?
Die Reform gilt als oberflächlich und zielt laut Kritikern mehr auf Imagepflege als auf tatsächliche Regulierung und Durchsetzung ab.
Wer ist Aideen Shortt und warum ist sie umstritten?
Aideen Shortt ist Beraterin der CGA und des Finanzministeriums. In einem Undercover-Interview verteidigte sie ein bewusst schwaches Regulierungssystem.
Was enthüllte die ARD-Dokumentation über Curaçaos Glücksspielaufsicht?
Die Doku zeigte, dass Betreiber aus Curaçao gezielt verbotene Märkte ansprechen können – ohne echte regulatorische Konsequenzen.
Gibt es Beschränkungen für Curaçao-Lizenzen in der EU?
Laut Shortt gibt es keine Einschränkungen für Märkte wie Deutschland, Frankreich oder Spanien – nur Nordkorea sei ausgeschlossen.
Warum sind Treuhandfirmen auf Curaçao problematisch?
Treuhänder agieren als Strohmänner für Glücksspielbetreiber, wodurch die wahren Eigentümer anonym bleiben und regulatorische Kontrolle umgangen wird.
Worauf reagiert die CGA angeblich nicht?
Die CGA soll Hinweise auf illegale Marktaktivitäten, unvollständige Dokumentation und Verstöße gegen nationale Gesetze ignoriert haben.
Welche Rolle spielt Nardy Cramm in der Aufdeckung?
Die Journalistin Nardy Cramm dokumentierte jahrelang Missstände im System. Nach Morddrohungen und Repressionen lebt sie im Exil.
Wie operieren Curaçao-Casinos in verbotenen Märkten?
Viele Betreiber nutzen Curaçao als legale Fassade, um in Märkten mit Verboten aktiv zu sein – häufig ohne Konsequenzen oder Kontrolle.
Welche Maßnahmen werden vom Finanzministerium gefordert?
Ein unabhängiger Untersuchungsbericht zu Führung, Beraterverträgen und Lizenzvergaben seit Beginn der Reformphase wird verlangt.
Wie reagieren internationale Regulierer auf die Reform?
Institutionen wie die FATF oder EU könnten Sanktionen verhängen, wenn Curaçao weiterhin nur symbolische Reformen ohne echte Umsetzung betreibt.
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