Better Collective meldet Q2 Wachstum, Nordamerika führt die Leistung an

Better Collective vermeldete ein stärkeres zweites Quartal 2026, in dem der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9 % auf 89,1 Mio. EUR stieg. Das EBITDA vor Sonderposten stieg um 20 % auf 27,0 Mio. EUR, da der Konzern seine Marge ausbaute und einen höheren operativen Cashflow erzielte.
Nordamerika blieb im Quartal der wichtigste Wachstumsmotor. Der Umsatz in der Region stieg von 17,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 24,2 Mio. Euro, während das EBITDA vor Sonderposten von 1,0 Mio. Euro auf 6,3 Mio. Euro kletterte.
Das Unternehmen hielt an seiner Finanzprognose für das Gesamtjahr fest. Better Collective erklärte, das Quartal sei in einem Marktumfeld erzielt worden, das weiterhin von regulatorischem Druck im Vereinigten Königreich und in Brasilien geprägt war.
Die Ergebnisse deuten zudem auf weitere Fortschritte bei der Strategie des Unternehmens hin, ein breiter aufgestelltes digitales Sportmediengeschäft aufzubauen, das durch wiederkehrende Umsatzmodelle, Technologie und zielgruppenorientierte Produkte gestützt wird.
Umsatz und Cashflow legen im ersten Halbjahr zu
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 erzielte Better Collective einen Umsatz von 175,4 Millionen Euro gegenüber 164,1 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Jahres 2025. Das EBITDA vor Sonderposten stieg um 17 % auf 52,1 Mio. EUR.
Auch die Cash-Generierung verbesserte sich deutlich. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Sonderposten erreichte im zweiten Quartal 29,9 Mio. EUR, was einem Anstieg von 59 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Die Kennzahlen zur Kundenakquise fielen ebenfalls positiv aus. Die Zahl der neuen einzahlenden Kunden stieg im Jahresvergleich um 24 % und im Quartalsvergleich um 21 % auf 373.000. 70 % dieser Kunden entfielen auf Umsatzbeteiligungsvereinbarungen.
Der Wert der Einzahlungen stieg im Jahresvergleich um 17 % auf 836 Mio. EUR. Diese Kennzahl spiegelt die Einzahlungen von Spielern wider, die über das Ökosystem von Better Collective vermittelt wurden, und bleibt ein wichtiger Indikator für den langfristigen Wert des Kundenstamms.
Jesper Søgaard, Mitbegründer und Co-CEO von Better Collective, kommentierte:
„Das zweite Quartal hat die Ertragskraft unseres Unternehmens unter Beweis gestellt. Es war ein starkes Quartal für Better Collective: Der organische Umsatz stieg um 9 %, das EBITDA vor Sonderposten wuchs um 20 % auf 27,0 Mio. Euro und die Marge stieg um zwei Prozentpunkte auf 30 %. Ebenso erfreulich war die Cash-Generierung: Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Sonderposten stieg um 59 % auf 29,9 Mio. EUR, und wir hielten trotz regulatorischer Herausforderungen in Großbritannien und Brasilien an unserer Gesamtjahresprognose fest.“
Nordamerika bleibt ein zentraler Wachstumsmotor
Nordamerika verzeichnete für Better Collective erneut ein starkes Quartal. Der Umsatz erreichte 24,2 Mio. EUR, was einem Wachstum von rund 35 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht.
Besonders ausgeprägt war die Verbesserung der Rentabilität. Das EBITDA vor Sonderposten stieg auf 6,3 Mio. Euro, verglichen mit 1,0 Mio. Euro im 2. Quartal 2025. Die daraus resultierende Marge stieg von 5 % auf 26 %.
Die Einnahmen aus Umsatzbeteiligungen in Nordamerika stiegen um 49 % auf 6,3 Mio. Euro. Auch die CPA-Einnahmen legten kräftig zu und stiegen um 50 % auf 5,1 Mio. Euro.
Die Kombination aus Umsatzbeteiligungen und CPA-Geschäften verdeutlicht die sich wandelnde Zusammensetzung des nordamerikanischen Geschäfts von Better Collective. Wiederkehrende Umsätze sind ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie, da die regulierten Märkte reifen und Sportwettenanbieter zunehmend Wert auf nachhaltigen Kundenwert legen.
Jesper Søgaard, Mitbegründer und Co-CEO von Better Collective, kommentierte:
„Das Wachstum war insgesamt breit angelegt, wobei Nordamerika die treibende Kraft war. Der Umsatz in Nordamerika stieg auf 24,2 Millionen Euro und das EBITDA vor Sonderposten verbesserte sich auf 6,3 Millionen Euro, wodurch die Marge auf 26 % stieg. Prognosemärkte leisteten im Bereich Publishing einen positiven Beitrag, und der CPA-Umsatz in Nordamerika wuchs um 50 % auf 5,1 Millionen Euro. Obwohl Prognosemärkte nach wie vor eine aufstrebende Einnahmequelle sind, leisteten sie im Quartal einen positiven Beitrag.“
Verlagsgeschäft und andere Geschäftsbereiche verzeichnen Wachstum
Das Verlagsgeschäft blieb im zweiten Quartal das größte Segment. Der Umsatz stieg um 11 % auf 57,5 Mio. Euro, während das EBITDA vor Sonderposten um 26 % auf 16,9 Mio. Euro zunahm. Die Segmentmarge erreichte 29 %.
Der Umsatz im Bereich Paid Media stieg um 6 % auf 26,5 Mio. Euro. Das EBITDA vor Sonderposten stieg ebenfalls um 6 % auf 6,9 Mio. Euro.
Der Bereich E-Sport verzeichnete erneut ein starkes Quartal mit einem Umsatzanstieg von 9 % auf 5,1 Mio. Euro. Das Segment-EBITDA vor Sonderposten stieg um 23 % auf 3,2 Mio. Euro, was einer Marge von 63 % entspricht.
Der Bereich Sponsoring leistete einen weiteren wichtigen Beitrag. Die Sponsoring-Umsätze stiegen um 39 % auf 15,7 Mio. Euro, gestützt durch die Nachfrage nach Premium-Sportzielgruppen sowie durch Aktivitäten im Zusammenhang mit Playmaker HQ und HLTV.
Im Bereich Publishing stiegen die Sponsoring-Umsätze um 44 % auf 12,2 Mio. Euro. Better Collective erklärte, dass talentorientierte Formate kommerziellen Partnern weiterhin Zugang zu klar definierten und hoch engagierten Zielgruppen verschaffen.
Jesper Søgaard kommentierte:
„Talentorientierte Formate bieten kommerziellen Partnern Zugang zu hoch engagierten und klar definierten Zielgruppen.“
WM-Aktivitäten fördern das Nutzerengagement
Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 stellte im Quartal eine bedeutende Chance für das Geschäft und die Zuschauerzahlen dar. Das Turnier begann im Juni und schuf ein günstiges Umfeld für die Nutzerakquise, Reaktivierung und das Engagement im gesamten Sportmedien-Ökosystem von Better Collective.
Die Veranstaltung bot zudem den Rahmen für weitere Produktentwicklungen. Better Collective führte Playbook, seine auf künstlicher Intelligenz basierende Wettlösung, bereits vor Turnierbeginn in Brasilien ein. Das Produkt nutzte zunächst X, Telegram und Discord als Vertriebskanäle.
Die übergeordnete Strategie des Unternehmens verbindet Sportmedien zunehmend mit Technologie. Playbook soll Wettfunktionen näher an die digitalen Umgebungen heranführen, in denen Sportzuschauer bereits mit Inhalten interagieren.
Better Collective hat Playbook zudem international ausgebaut. Anfang 2026 kündigte das Unternehmen eine erweiterte globale Partnerschaft mit X an, durch die Playbook als offizielles globales KI-Wettprodukt positioniert wurde – aufbauend auf früheren Aktivitäten in Nordamerika.
Investitionen in KI und Vereinfachung der Betriebsabläufe gehen weiter
Künstliche Intelligenz blieb im Laufe des Quartals ein zentraler Bestandteil der Technologiestrategie von Better Collective.
Das Unternehmen führte ein durchgängiges Tool zur agentischen Erstellung von Inhalten ein und baute gleichzeitig „Better SAID“, seine KI-gestützte Tippgeber-Lösung, weiter aus. Diese Initiativen sind Teil umfassenderer Bemühungen, Automatisierung und KI in den Bereichen Inhaltsproduktion, Produktentwicklung, Datenanalyse sowie ausgewählten kaufmännischen und Support-Funktionen einzusetzen.
Better Collective hat zudem seine Content-Management-Systeme konsolidiert. Nach Angaben der Unternehmensleitung schafft dies eine stärker integrierte technologische Grundlage für alle Marken und trägt gleichzeitig zu einer höheren betrieblichen Effizienz bei.
Gleichzeitig hat der Konzern sein Organisationsmodell vereinfacht und nach Synergien zwischen seinen verschiedenen Geschäftsbereichen gesucht. Diese Maßnahmen sollen die Skalierbarkeit fördern und gleichzeitig den Fokus auf das Kerngeschäft des Unternehmens – digitale Sportmedien – aufrechterhalten.
Jesper Søgaard sagte:
„Wir haben unsere Content-Management-Systeme konsolidiert und damit eine stärker integrierte technologische Grundlage für alle unsere Marken geschaffen. Wir setzen KI-gestützte Effizienzsteigerungen in den Bereichen Content, Produktentwicklung, Datenanalyse sowie in ausgewählten kommerziellen und Support-Prozessen um. Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 stand im Quartal im Mittelpunkt, und dank des Engagements unserer Marken, Produkte, Plattformen und Vertriebsteams waren wir gut vorbereitet, um von der damit verbundenen hohen Aktivität zu profitieren.“
Regulatorische Rahmenbedingungen bleiben Teil des Ausblicks
Trotz der positiven operativen Entwicklung muss sich Better Collective weiterhin mit regulatorischen Entwicklungen in mehreren Märkten auseinandersetzen.
Das Vereinigte Königreich und Brasilien spielen für die Finanzplanung des Unternehmens weiterhin eine wichtige Rolle. Anstatt die Prognose für das Gesamtjahr zu ändern, bestätigte die Unternehmensleitung den bestehenden Ausblick und hob dabei das regulatorische Umfeld als anhaltenden externen Faktor hervor.
Brasilien durchläuft seit der Einführung eines regulatorischen Rahmens einen tiefgreifenden Wandel. In früheren Berichten von Better Collective wurden sowohl die kurzfristigen Auswirkungen dieses Wandels als auch das langfristige Potenzial des Marktes hervorgehoben.
Der Ansatz des Unternehmens besteht darin, seine Technologie, seine Medienreichweite und seine Basis wiederkehrender Umsätze weiter auszubauen und sich gleichzeitig an die regulatorischen Anforderungen in den Ländern anzupassen, in denen es tätig ist.
Better Collective startet mit stärkerer Dynamik in die zweite Jahreshälfte
Die Zahlen für das zweite Quartal zeigen ein Unternehmen, das in mehreren Bereichen gleichzeitig an Dynamik gewinnt. Der Umsatz stieg, das EBITDA wuchs schneller als der Umsatz und der operative Cashflow hat sich deutlich verbessert.
Nordamerika sticht als deutlichster Wachstumsmotor hervor, doch die positive Entwicklung beschränkte sich nicht auf eine einzelne Region oder einen Geschäftsbereich. Die Bereiche Publishing, Paid Media, E-Sport und Sponsoring verzeichneten allesamt Zuwächse gegenüber dem Vorjahr, während sich auch die Kennzahlen zur Kundenakquise verbesserten.
Technologie wird zu einem immer wichtigeren Bestandteil der Wachstumsstrategie. Produkte wie Playbook und Better SAID zeigen, wie Better Collective bestrebt ist, Sportinhalte, Zielgruppenbindung und künstliche Intelligenz innerhalb eines umfassenderen digitalen Ökosystems zu vereinen.
Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 bot im Quartal eine wichtige saisonale Chance, insbesondere in Märkten, in denen das Unternehmen bereits ein Publikum für Sportmedien aufgebaut hat. Gleichzeitig konzentriert sich das Management weiterhin auf operative Disziplin, Systemkonsolidierung und Effizienz.
Fazit
Die Ergebnisse von Better Collective im zweiten Quartal zeichnen ein positives Bild der Entwicklung bis 2026. Der Umsatz von 89,1 Millionen Euro und das EBITDA vor Sonderposten in Höhe von 27,0 Millionen Euro zeugen von anhaltendem Wachstum, während die stärkeren Margen- und Cashflow-Kennzahlen auf eine Verbesserung der operativen Hebelwirkung hindeuten.
Nordamerika bleibt aufgrund des Wachstums bei den Umsatzbeteiligungen und den CPA-Einnahmen weiterhin besonders wichtig. Die Gesamtergebnisse zeigen jedoch, dass sich Better Collective nicht ausschließlich auf einen einzigen Markt stützt. Die Bereiche Publishing, Paid Media, E-Sport und Sponsoring trugen alle zur Quartalsleistung bei.
Die nächste Phase wird wahrscheinlich davon abhängen, wie effektiv das Unternehmen seine wachsende Reichweite und seine technologischen Fähigkeiten in nachhaltige Umsätze umwandeln kann, während es weiterhin im Rahmen sich wandelnder regulatorischer Rahmenbedingungen agiert. Da KI-Entwicklung, digitale Sportmedien und wiederkehrende Umsatzmodelle zunehmend in seine Strategie integriert werden, geht Better Collective mit mehreren etablierten Wachstumskanälen und einer klareren, technologieorientierten Ausrichtung in den Rest des Jahres 2026.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch waren die Umsätze von Better Collective im 2. Quartal 2026?
Better Collective meldete im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 89,1 Millionen Euro, was einem Anstieg von 9 % gegenüber dem zweiten Quartal 2025 entspricht.
Um wie viel stieg das EBITDA von Better Collective im zweiten Quartal?
Das EBITDA vor Sonderposten stieg im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 % auf 27,0 Millionen Euro.
Welche Region war der wichtigste Wachstumsmotor für Better Collective?
Nordamerika war der wichtigste Wachstumsmotor: Der Quartalsumsatz stieg von 17,9 Millionen Euro im Vorjahr auf 24,2 Millionen Euro.
Wie entwickelte sich das EBITDA von Better Collective in Nordamerika?
Das nordamerikanische EBITDA vor Sonderposten stieg von 1,0 Millionen Euro im zweiten Quartal 2025 auf 6,3 Millionen Euro im zweiten Quartal 2026.
Wie viele neue Einzahlungskunden verzeichnete Better Collective?
Das Unternehmen verzeichnete im 2. Quartal 373.000 neue Einzahlungskunden, was einem Anstieg von 24 % gegenüber dem Vorjahr und 21 % gegenüber dem Vorquartal entspricht.
Wie hoch war der Einzahlungswert von Better Collective im 2. Quartal?
Der Einzahlungswert erreichte 836 Millionen Euro, was einem Anstieg von 17 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Wie hat sich das Segment „Publishing“ entwickelt?
Der Umsatz im Segment „Publishing“ stieg um 11 % auf 57,5 Mio. Euro, während das EBITDA vor Sonderposten um 26 % auf 16,9 Mio. Euro zunahm.
Was ist „Playbook“?
„Playbook“ ist die KI-gestützte Wettlösung von Better Collective, die darauf ausgelegt ist, Sportinhalte und Wettfunktionen in den von Sportfans genutzten digitalen Umgebungen miteinander zu verknüpfen.
Hat Better Collective seine Prognose für das Gesamtjahr geändert?
Nein. Better Collective behielt seine Prognose für das Gesamtjahr bei und beobachtet weiterhin die regulatorischen Entwicklungen im Vereinigten Königreich und in Brasilien.
Warum war die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 für Better Collective wichtig?
Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 bot eine wichtige Gelegenheit zur Nutzerakquise, Reaktivierung und Einbindung über alle Marken und Plattformen von Better Collective hinweg und unterstützte gleichzeitig die Aktivitäten rund um seine Produkte und den kommerziellen Betrieb.

Lela
Ich habe über 10 Jahre Erfahrung im Korrekturlesen und Redigieren von Texten, bei denen Rechtschreibung und Grammatik im Vordergrund stehen. Dazu gehören auch Zeitungsveröffentlichungen und die Gestaltung von Anzeigen. Ich schreibe alle meine Artikel selbst, was mir ermöglicht, gründlich zu recherchieren und hochwertige Inhalte zu liefern.
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