EGBA fordert Aufhebung Online Casino Verbot

EGBA Urges France to Lift Casino Ban

Die European Gaming and Betting Association (EGBA) hat ernsthafte Bedenken hinsichtlich einer kürzlich von der nationalen Glücksspielbehörde Frankreichs, l'Autorité Nationale des Jeux, in Auftrag gegebenen Studie geäußert. Diese enthüllt die besorgniserregende Größe des Schwarzmarkts für Online-Glücksspiele im Land. Die Studie, durchgeführt von PwC, schätzt das Bruttospielergebnis (GGR) des Schwarzmarkts auf erstaunliche 1,5 Milliarden Euro jährlich, fast die Hälfte des regulierten Online-Glücksspielumsatzes Frankreichs.

Der Schwarzmarkt in Frankreich:

Verbot von Online-Casinos und seine Folgen:

Frankreich, obwohl ein bedeutender Akteur auf dem europäischen Glücksspielmarkt, ist eines von nur zwei EU-Ländern, die ein Verbot von Online-Casinospielen durchsetzen. Dieses Verbot hat ungewollt zu einem erheblichen Schwarzmarkt geführt, der mit Risiken behaftet ist und aufgrund fehlender behördlicher Überwachung florieren kann. EGBA ist der Ansicht, dass das Verbot von Online-Casinospielen ein entscheidender Faktor für die Ausbreitung des Schwarzmarkts ist.

Hauptergebnisse der Studie:

Umfang und Auswirkungen:

Die Studie von PwC zeigt, dass Websites, die Online-Casinospiele, einschließlich Spielautomaten, anbieten, zu 50 % des Website-Traffics des Schwarzmarkts beitragen. Überraschenderweise nutzen etwa 3 Millionen französische Spieler monatlich diese Plattformen des Schwarzmarkts. Noch besorgniserregender ist die Feststellung, dass hochriskante Spieler satte 79 % des GGR in diesem illegalen Sektor generieren.

Die menschlichen Kosten:

Spielerische Verletzlichkeit:

Die Studie unterstreicht die Verletzlichkeit französischer Spieler, die Schwarzmarkt-Websites nutzen, und betont das Fehlen rechtlicher Möglichkeiten und minimaler Sicherheitsvorkehrungen wie der Selbstsperrung. EGBA ist besonders besorgt über das Risiko, dem diese Spieler auf unregulierten Plattformen ohne sicherheitsrelevante Schutzmechanismen ausgesetzt sind.

Handlungsaufruf von EGBA:

Überprüfung des Verbots:

Als Reaktion auf die Ergebnisse der Studie drängt EGBA die französischen Behörden dazu, das bestehende Verbot von Online-Casinospielen zu überdenken. In Anlehnung an die Regulierung von Online-Sportwetten schlägt EGBA vor, eine sichere und regulierte Umgebung für Online-Casinospiele durch ein Multi-Lizenzierungsmodell zu schaffen.

Multi-Lizenzierungsmodell: Eine praktikable Lösung:

Wirksamkeit bei der Reduzierung von Schwarzmärkten:

EGBA schlägt einen regulatorischen Rahmen auf Basis eines Multi-Lizenzierungsmodells vor, bei dem mehrere Betreiber B2C-Lizenzen erhalten können. Diese Herangehensweise hat sich als wirksam erwiesen, Schwarzmärkte im Online-Glücksspiel zu reduzieren und eine wettbewerbsfähige und regulierte Alternative zu illegalen Plattformen zu bieten.

Interview mit Maarten Haijer, Generalsekretär von EGBA:

Entschlossenes Vorgehen:

Maarten Haijer betont die Dringlichkeit der Überprüfung des Verbots und erklärt: “Das Ausmaß des Online-Schwarzmarkts in Frankreich ist alarmierend, und wir glauben, dass es einer der größten Online-Glücksspielschwarzmärkte der EU ist, neben Deutschland und Italien. Das Verbot von Online-Casinos in Frankreich ist eindeutig ein großer Teil des Problems.”

Nutzen der Regulierung:

Haijer argumentiert, dass Frankreich durch die Regulierung von Online-Casinospielen über ein Multi-Lizenzierungsmodell die Verbraucher besser schützen, die Kontrolle über seinen Online-Glücksspielmarkt zurückgewinnen und lebenswichtige Steuereinnahmen sichern kann. Er betont, dass der effektivste Weg, gegen einen Schwarzmarkt vorzugehen, darin besteht, eine wettbewerbsfähige regulierte Marktalternative zu schaffen.

Fazit:

Während die EGBA den erheblichen Schwarzmarkt in Frankreich beleuchtet, wird der Handlungsaufruf immer dringlicher. Die Überprüfung des Verbots von Online-Casinospielen ist nicht nur ein strategischer Schritt zum Schutz der Verbraucher, sondern auch ein entscheidender Schritt zur Rückgewinnung der Kontrolle über den lukrativen Online-Glücksspielmarkt.

FAQs:

Warum hat Frankreich ein Verbot von Online-Casinospielen?
Frankreich hat das Verbot von Online-Casinospielen als regulatorische Maßnahme eingeführt, um die Glücksspielbranche zu kontrollieren. Diese Beschränkung hat jedoch unbeabsichtigt zu einem erheblichen Schwarzmarkt geführt.

Welchen Risiken sind französische Spieler auf Schwarzmarkt-Websites ausgesetzt?
Spieler, die Schwarzmarkt-Websites nutzen, haben keine rechtlichen Möglichkeiten und fehlen essentielle Sicherheitsvorkehrungen wie die Selbstsperrung. Dies setzt sie potenziellen Risiken aus.

Wie viele französische Spieler nutzen monatlich Schwarzmarkt-Websites?
Laut der PwC-Studie nutzen etwa 3 Millionen französische Spieler monatlich Schwarzmarkt-Websites, was auf eine erhebliche Nachfrage hinweist.

Warum setzt sich EGBA für ein Multi-Lizenzierungsmodell ein?
EGBA unterstützt ein Multi-Lizenzierungsmodell, da es sich als wirksam erwiesen hat, Schwarzmärkte im Online-Glücksspiel zu reduzieren und eine regulierte Alternative zu bieten.

Welchen Prozentsatz des GGR tragen hochriskante Spieler auf dem Schwarzmarkt bei?
Die Studie zeigt, dass hochriskante Spieler beeindruckende 79 % des Bruttospielergebnisses (GGR) auf dem Schwarzmarkt generieren.

Wie beeinflusst das Verbot von Online-Casinospielen die Steuereinnahmen in Frankreich?
EGBA argumentiert, dass durch die Regulierung von Online-Casinospielen Frankreich lebenswichtige Steuereinnahmen sichern kann, die derzeit dem Schwarzmarkt verloren gehen.

Gibt es bestehende Vorschriften für Online-Sportwetten in Frankreich?
Ja, Frankreich hat bestehende Vorschriften für Online-Sportwetten. EGBA schlägt vor, ein ähnliches regulatorisches Rahmenwerk auf Online-Casinospiele anzuwenden.

Wie beeinträchtigt das Fehlen sicherer Glücksspielmechanismen französische Spieler?
Das Fehlen sicherer Glücksspielmechanismen auf Schwarzmarkt-Websites gefährdet französische Spieler, da ihnen Schutzmaßnahmen wie die Selbstsperrung fehlen.

Welche Bedeutung hat eine wettbewerbsfähige regulierte Marktalternative?
Eine wettbewerbsfähige regulierte Marktalternative ist laut EGBA der effektivste Weg, Schwarzmärkte zu bekämpfen, indem sie den Spielern eine sichere und legale Option bietet.

Welche Schritte können die französischen Behörden unternehmen, um das Schwarzmarktproblem anzugehen?
EGBA empfiehlt, das Verbot von Online-Casinospielen zu überprüfen und ein Multi-Lizenzierungsmodell einzuführen, um eine sicherere Glücksspielumgebung zu schaffen.

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Mit fast 30 Jahren Erfahrung in Unternehmensdienstleistungen und investigativem Journalismus leite ich TRIDER.UK, spezialisiert auf tiefgehende Recherchen in den Bereichen Gaming und Finanzen. Als Herausgeber von Malta Media biete ich fundierte investigative Berichterstattung über die iGaming- und Finanzbranche.